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»Ich werde keinen Fußbreit weichen«, lautet die Inschrift eines Denkmals auf dem Kirchplatz in Lemgo. Der sogenannte »Stein des Anstoßes« erinnert an Maria Rampendahl, die 1681 der Hexerei angeklagt wird. Es ist der letzte Hexenprozess in der Stadt Lemgo.
Die 36-jährige Angeklagte ist eine der wenigen Frauen in der Geschichte der Hexenverfolgung, die kein Geständnis ablegt und das Gerichtsverfahren überlebt. Schon als Kind gerät Maria Rampendahl ins Visier der Verfolger. Ihre Großmutter und ihr Lehrer werden auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Vierzehn Jahre später, Maria ist inzwischen 22, heizt der Tod ihres Bruders die Gerüchteküche wieder an, doch zur Verhaftung kommt es erst, als eine Nachbarin sie im Verhör als Hexe bezichtigt.
Vor Gericht präsentiert sich die vierfache Mutter selbstbewusst und lässt sich weder durch Drohungen noch Folter einschüchtern. Das Urteil lautet schließlich: ewige Stadt- und Landesverweisung. Damit enden die Hexenprozesse in Lemgo, denen über 200 Frauen und Männer zum Opfer fielen. Auf dem Gedenkstein steht: »Ihr Name steht für alle unschuldig Verfolgten dieser Stadt, Mahnung und Ermutigung für uns alle«.
Autor/in:
Claudia Heissenberg
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Maria Rampendahl - Keine Hexe
Literaturhinweis
- Gisela WILBERTZ, "...ein überaus listiges Weib..."
Maria Rampendahl (1645-1705) und das Ende der Hexenverfolgungen im Lemgo, Verlag für Regionalgeschichte
Bielefeld, 2005
ISBN 3-89534-576-8
€ 9,95





