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"Cröver Nacktarsch", "Zeller Schwarze Katz", "Bullayer Brautrock" - Moselweine und die Namen ihrer Weinlagen. Früher kannten und tranken viele diese Weine. Auch Hanns-Josef Ortheil erinnert sich in seinem Buch "Die Moselreise" an diese merkwürdig klingenden Namen, die ihm der Vater während der gemeinsamen Urlaubsreise erklärte und deren Anbaugebiete sie besuchten. Die Mosel war einst ein beliebtes Urlaubsziel, und viele zog es besonders zur Weinlese in die kleinen beschaulichen Weindörfer. Heute verwahrlosen die steilen Hänge des Rieslings, immer mehr Weinberge werden aufgegeben. Seit 1999 ist die Anzahl der Winzerbetriebe an der Mosel um ein Viertel zurückgegangen. Zu hart die Arbeit in den steilen Hängen und zu gering der Ertrag, den die Weine erzielen. 10 oder 15 Euro wollen nur wenige für einen Moselriesling bezahlen. Dennoch gibt es Winzerfamilien, die kämpfen wollen für ihre Wingerte, die alten Häuser im historischen Dorfkern, die guten Weine der ältesten Weinkulturlandschaft Deutschlands.
Autor/in:
Marion Dany
Redaktion:
Mark vom Hofe
Deutschlands älteste Weinkulturlandschaft: Die Mosel







