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Als Theodor Heuss’ zweite Amtszeit als Bundespräsident dem Ende entgegen ging, war für Bundeskanzler Adenauer die Sachlage klar: Ludwig Erhard wird Heuss’ Nachfolger. Der aber wollte nicht "abgeschoben werden", so dass Adenauer selbst zu kandidieren bereit war - was wiederum Erhard nutzte, um sich für das Amt des Kanzlers warm zu laufen. Das aber behagte Adenauer nun überhaupt nicht - wieder warf er das Ruder rum, blieb Bundeskanzler und schob Heinrich Lübke als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nach vorn. Letztlich machte Lübke, der Kompromisskandidat, das Rennen um das Präsidentenamt, und Adenauer saß noch für einige Jahre im Kanzlersessel. Erhard musste warten - Maß halten!
Autor/in:
Wolfgang Steil
Redaktion:
Mark vom Hofe
Eine Ära geht zu Ende: Sommer 1959 in Tondokumenten (I)






