Das Provisorium als Dauerzustand
„Lindor 1“ heißt eine der Siedlungen mitten in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince: Seit zwei Jahren wohnen hier über eine halbe Million Menschen dicht gedrängt in Zelten. [mehr]

Am 12. Januar 2010 bebte in Haiti 38 Sekunden lang die Erde und stürzte das Land und die Menschen in eine Katastrophe, die bis heute anhält. Über 200.000 Tote, über 300.000 Verletzte, Zerstörung überall. Noch immer liegt in Port-au-Prince Schutt auf den Straßen, noch immer leben mindestens eine halbe Million Menschen in Zeltstädten, die Cholera grassiert, politisch ist das Land gelähmt: Der Wiederaufbau in Haiti kommt nicht in Gang. Die Welt scheint sich an dieses Bild gewöhnt zu haben, die Haitianer hoffen auf ein Wunder, auf einen wirklichen Neuanfang.
Das Morgenecho blickt in der Woche vom 9. bis 14. Januar 2012 nach Haiti: auf kleine Erfolge, große Probleme und riesige Hoffnungen. Wo steht Haiti heute, zwei Jahre nach dem Erdbeben?
Redaktion: Ina Rottscheidt