Die Geschichte des Space Shuttles
Das Space Shuttle sollte die Raumfahrt revolutionieren, günstiger sein als die teuren Raketen, flexibler. Doch davon ist die Fähre bis heute weit entfernt. [mehr]
Der Countdown läuft für die US-Raumfahrt-Industrie. Im Juli startet die Raumfähre „Atlantis“ zu ihrem Abschiedsflug ins All - es ist die letzte Reise eines Space Shuttles überhaupt. Damit geht eine Raumfahrt-Ära zu Ende: 1.190 Tage im Weltall, über 20.000 Erdumrundungen - das Shuttle hat alle Rekorde gebrochen und ist eine der komplexesten Maschinen, die Menschen je gebaut haben. Firmen und Forscher in Deutschland und in der ganzen Welt verdanken der Raumfähre ihren Erfolg. Durch das Shuttle entstand die Internationale Raumstation ISS, Wissenschaftler stießen bei der Weltraumforschung auf neue Therapieansätze in der Wundheilung, bei der Osteoporosetherapie und der Krebsforschung. Gleichzeitig haben technische Fehler und menschliches Versagen zu zwei Katastrophen geführt, bei denen 14 Astronauten ihr Leben verloren. Die Kosten von 30 Jahren Weltraumforschung gehen ins Unermessliche. Jetzt ist damit Schluss: Die USA stehen zum ersten Mal seit 50 Jahren ohne Raumschiff da. Was bedeutet das für die alte Supermacht? Was hat die Raumfähre der deutschen Wirtschaft und Forschung gebracht? Und wie sieht die Zukunft der Raumfahrt aus?
Das Ende einer Weltraum-Ära und wie sie unser Leben beeinflusste:
Die Serie im Morgenecho auf WDR 5 vom 4.– 8. Juli 2011,
immer um 7:45 Uhr.
Redaktion: Ina Rottscheidt / Anna Kuhn-Osius