s
"Kein einheitliches Bild"
Interview mit Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung
Moderation: Judith Schulte-Loh
Die Bedingungen für Studierende sind derzeit nicht einfach: Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland sind mehrheitlich überfüllt. Viele Studenten beklagen sich über verschärfte Studienbedingungen und weniger Auslandsaufenthalte. Der Grund: vereinheitlichte Studienabschlüsse wie der Bachelor. Dabei sollte doch alles so gut werden. Was ist schief gelaufen und wie geht der Weg für die Unis weiter?
Einheitliche Studienbedingungen, studieren überall in Europa, ohne Probleme - das war bei der Studienreform 1999 in Bologna angedacht. Dieses Ziel sei richtig, machte Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, im Morgenecho-Interview deutlich. "In der Praxis heißt das, dass man ein Studium in NRW beginnen und in den Niederlanden weitermachen kann", so Schulze. Die Realität sieht für Studenten mitunter anders aus: Studienleistungen werden doch nicht anerkannt, das Verfahren ist kompliziert. Die Ministerin schließt nicht aus, dass "es an der ein oder anderen Stelle noch Probleme gibt", lobte aber dennoch: "Insgesamt haben wir ein Verfahren der Anerkennung."
Studierende stehen heute unter einem enormen Leistungsdruck. In kurzer Zeit müssen sie viele Punkte sammeln, Burn-out ist keine Seltenheit. "Es war sicherlich ein großer Stress für Studenten, zu studieren und sich dieses Studium durch Jobs nebenher auch noch zu finanzieren", sagte Schulze. Durch die Abschaffung der Studiengebühren sei da in NRW Erleichterung eingetreten, so die Ministerin. Sie räumte ein, dass in einzelnen Fächern noch einmal geschaut werden müsste, ob das Studium in dieser Geschwindigkeit überhaupt zu bewältigen sei. Der Stressfaktor sei aber "kein einheitliches Bild."
Redaktion:
Holger Beckmann
Das gesamte Interview mit Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, zum Nachhören
Nachrichten
- Merkel berät mit Opposition über Fiskalpakt
- Sondergipfel in Brüssel: Mehr Wachstum in der Eurozone
- PC-Hersteller Hewlett-Packard baut 27.000 Stellen ab
- Italienischer Minister in der ARD: "Lampedusa ist gefährlich"
- Ägypten: Eine weitgehend friedliche Präsidentenwahl







![Montage: Abendhimmel, Christensymbol Fisch, Kreuz; Rechte: AFP,dpa,wdr[m]schweda](/fileadmin/user_upload/Teaserbilder__160x70px_/2009/teaser-kirche-160.jpg)
