Donnerstag, 24.05.2012

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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 30.05.2011, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Ein PKW mit einem Heck-Fahrradträger; Rechte: picture alliance /dpa

 Besser hinten als oben

Service mobil: Auto-Fahrradträger

Probleme beim Elchtest

Moderation: Martin Winkelheide

Keine Mühen gescheut haben Stiftung Warentest und ADAC beim Test von Auto-Fahrradträgern. Geprüft wurden Dach- und Kupplungsträger, die jeweils aufwändige Ausweich- und Crashtests zu bestehen hatten.

Zwei zentrale Botschaften: "Besser hinten als oben" und "Auch Markenprodukte sind nicht immer sicher". Beispielsweise löste sich bei zwei Trägern von "Mont Blanc" jeweils ein Rad beim Ausweich- bzw. beim Crashtest. Fahrradträger, die an der Heckklappe des Autos eingehakt werden, spielen kaum noch eine Rolle, weil sie an vielen modernen Autos nicht mehr angebracht werden können. Sie waren deshalb auch nicht im Test vertreten. In Augenschein genommen wurden aber spezielle E-Bike-Träger und ein Opel mit eingebautem Fahrradträger. So richtig begeistert waren die Tester von "Flex-Fix" nicht. Insgesamt 14 Modelle haben ADAC und Stiftung Warentest unter die Lupe genommen.

Dach oder Heck – oben oder hinten

Für die Variante auf dem Dach spricht zwar der Preis, hier finden sie gute Fahrradträger bereits für rund 90 Euro. Nachteil bei den Dachträgern ist allerdings die mühevolle Beladung und die hohen Dachlasten. Ohne Leiter wird es für kleine Menschen schwierig und wer dazu noch schwach auf der Brust ist, benötigt auf jeden Fall Hilfe. Generell zeigt der Test, dass Trägersysteme für die Anhängerkupplung von Vorteil sind. Die Montage fällt leichter, der Kraftstoffverbrauch ist niedriger, und sogar die schweren Elektrofahrräder können damit transportiert werden, für Dachsysteme aufgrund ihres Gewichts völlig ungeeignet. Der Nachteil: Die Kosten sind dreimal so hoch.

Der Elchtest

In Gefahrensituationen kommt es immer wieder vor, dass der Fahrer ausweichen muss. Um zu sehen, wie belastbar die Fahrradträger sind, wurde ein Ausweichtest durchgeführt, ähnlich dem berühmten Elchtest. Umgefallen ist zwar kein Auto, aber einige Fahrradträger haben sich bedenklich gelockert. Keines der getesteten Systeme für die Anhängerkupplung konnte die Note „sehr gut“ erreichen, denn beim Crash beschädigten alle die Heckscheibe. Einzig und allein der Dachträger Thule Proride 591 wurde in dieser Kategorie mit „sehr gut“ bewertet. Das System hält die Fahrräder sicher, sowohl beim Ausweich- als auch beim Aufpralltest. Insgesamt hat dieser Dachträger mit „gut“ abgeschnitten.

Wenige wirklich gute Modelle

Lediglich vier der 14 getesteten Modelle wurden für „gut“ befunden. Darunter auch der Thule "Euroway G2 920". Er ist als Kupplungsträger für zwei Fahrräder der Testsieger. Während der Fahrt rutscht das System nicht hin und her, die Montage ist auch recht einfach. Das Modell kostet allerdings auch stolze 380 Euro. Die schlechtesten Ergebnisse brachten die Modelle von Montblanc. Dem Kupplungsträger ist ein Fahrrad beim Ausweichmanöver komplett vom Ständer gefallen. Aber auch der Dachträger Discovery von Montblanc fiel durch: Beim Crash rissen die Felgenbänder und das Rad löste sich vom Träger. Für schwere Fahrräder geeignet ist der Kupplungsträger Atera Strada Sport 2. Für 325 Euro die beste Wahl, ebenfalls Note „gut“.

Wichtige Tipps zum Schluss

Wer sich für einen Kupplungsträger entscheidet, sollte dafür sorgen, dass die Kupplungskugel sauber und fettfrei ist. Ebenso empfiehlt es sich, die Lichter vor Abfahrt zu überprüfen. Nach ca. 50 Kilometern müssen Schrauben und Gurte nachgezogen werden. Für diejenigen, die sich für einen Dachträger entscheiden: Beachten sie die maximale Dachlast und rufen sie sich mit einem Aufkleber im Auto ihre Höhe in Erinnerung, damit der Urlaub nicht endet, bevor er eigentlich richtig angefangen hat.

Autor/in:

Anne Demmer

Redaktion:

Detlef Reepen

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