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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 28.12.2011, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Studenten in einem Hörsaal; Rechte: WDR

 Hilfsmittel "Digitaler Stift"

Service Computer: Digitale Gedächtnisstützen

Elektronische Hilfen für Hörsaal und Konferenzraum

Moderation: Martin Winkelheide

Eine Vorlesung in der Uni, eine Konferenz in der Firma, eine Besprechung im Verein - typische Situationen, in denen man Block und Stift nutzt, um sich wichtige Details zu notieren oder sogar möglichst viele Inhalte in Stichpunkten mitzuschreiben. Zu Hause oder im Büro müssen diese handschriftlichen Notizen dann oft aber noch einmal in den Computer übertragen werden. Diesen Schritt kann man sich sparen - wenn man das richtige Zubehör hat. Leonardo stellt im "Service Computer" zwei intelligente Lösungen vor.

Lösung 1: Smartpens - die schlauen Stifte

Ein Smartpen sieht eigentlich aus wie ein dickerer Kugelschreiber. Auffälligster Unterschied: Ein kleines Display hilft bei der Bedienung. Direkt unter dem Display sitzt der Lautsprecher, aus dem wahlweise die Stimme tönt, die die einzelnen Menüpunkte des Hauptmenüs vorliest. Diese Funktion lässt sich auch abschalten. Am unteren Ende des dicken Stifts befindet sich eine Kugelschreibermine und direkt daneben ein kleines Fenster. Dahinter sitzt eine Kamera, die alles im Blick hat, was mit dem Stift aufs Papier geschrieben wird. Der Smartpen speichert in seinem internen Speicher nämlich alles, was man mit ihm auf Papier schreibt. Der Clou: Der Stift hält nicht nur die handschriftlichen Texte fest sondern zeichnet auch den Ton der Veranstaltung auf.

Stift weiß Bescheid

Eine Vorlesung, ein Meeting, eine Sitzung lässt sich auf diese Weise immer wieder anhören. Und es kommt noch besser: Tippt man später mit dem Stift an eine beliebige Stelle der handschriftlichen Aufzeichnungen, springt die Audio-Wiedergabe zu genau der Stelle, die zum Zeitpunkt der schriftlichen Notiz aufgezeichnet wurde. So passen die handschriftlichen Notizen und der aufgezeichnete Ton immer genau zusammen.

Spezielles Papier

Damit das funktioniert, muss man allerdings auf Spezialpapier schreiben, das mit einem fast unsichtbaren, feinen Punktmuster und Symbolen für die Bedienung des Stifts bedruckt ist. Anhand des Musters erkennt der Stift über die Kamera dann immer ganz genau, welches Stückchen Ton zur Notiz gehört. Das Spezialpapier kann man als Mappe oder Block kaufen oder mithilfe eines geeigneten Druckers auch selber ausdrucken.

Audio-Archiv

Schließt man den Stift an den PC oder Mac an, können die handschriftlichen Notizen und der aufgenommene Ton auf den Computer übertragen und gesichert werden. Sie lassen sich archivieren, ausdrucken, ins Internet stellen oder – mit zusätzlicher Software – auch in gedruckten Text umwandeln.

Lösung 2: Digitale Stifte

Diese Stifte zeichnen keinen Ton auf, dafür kommen sie mit jedem Papier zurecht und brauchen keine speziellen Schreibblöcke. Das System wird in Fernost hergestellt und von verschiedenen Herstellern mit unterschiedlichen Namen angeboten. Der Schreibgeräte-Hersteller Staedtler nennt es zum Beispiel „Digitalstift“, bei Elektronik-Versender Pearl heißt es „Mobile Pro“. Das Gerät besteht aus zwei Teilen: Ein kleiner Empfänger – etwa so groß wie ein Radiergummi - wird an einen beliebigen Collegeblock oder eine Schreibmappe geklemmt. Der eigentliche, unauffällige Stift dient zum Schreiben. Beide Teile arbeiten mit Batterien – die des Empfängers lassen sich wieder aufladen.

Empfangsbereit

Auch an der Spitze dieses Stifts ist eine kleine Kamera angebracht, die alles erfasst, was man schreibt. Gleichzeitig sendet der Stift alles per Infrarot an den kleinen Empfänger am Rand des Schreibblocks. Dieser speichert auf diese Weise zwischen 50 und 100 Seiten – je nach Modell. Über ein USB-Kabel lässt sich der Empfänger dann mit einem PC oder Mac verbinden und die geschriebenen Seiten übertragen. Die handschriftlichen Seiten können auf dem Computer gespeichert, archiviert, ausgedruckt oder – mit Hilfe eines mitgelieferten Texterkennungsprogramms – in gedruckte Texte umgewandelt werden.

Autor/in:

Livegespräch mit Michael Stein; Wissenschaftsjournalist

Redaktion:

Joachim Hecker

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