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Haarfärbemittel sind in den vergangenen Jahren immer wieder einmal ins Gerede gekommen und können die Haut reizen. Deshalb setzen einige Verbraucher und Verbraucherinnen auf Natur - und kaufen Pflanzenfarben. Doch auch Pflanzenfarben können synthetisch hergestellte Stoffe enthalten. Einige waren sogar gesundheitsschädlich und mussten vom Markt genommen werden.
Klassische Naturfarben
Die gebräuchlichste Naturfarbe für Haare ist rotes Henna. Aber auch Kamille, Walnussschalen und viele andere Naturprodukte werden verwendet.
Pflanzenfarbe mit Chemie
Manchmal werden Naturfärbemitteln synthetische Chemikalien beigemischt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in bestimmten Hennafärbemitteln aus Asia-Läden beispielsweise p-Phenylendiamin (PPD) gefunden, einen gesundheitsschädlichen Stoff. Er intensiviert die Farbe, darf grundsätzlich auch verwendet werden – aber nur in Verbindung mit so genannten Kupplerstoffen, die in den beanstandeten Hennafarben fehlten. Die betreffenden Produkte wurden vom Markt genommen. Leider, so das Bundesinstitut für Risikobewertung, tauchen problematische Mixturen aber immer wieder auf.
Die Haarfärbemittel innerhalb der EU werden geprüft
In Europa werden Inhaltstoffe und Rezepturen aller Haarfärbemittel der Kosmetikindustrie von unabhängigen Gutachtern geprüft. Dennoch können über besondere Handelswege immer wieder Produkte in Läden gelangen, die nicht den europäischen Vorschriften entsprechen. Vorsichtig sollte der Verbraucher sein, wenn auf der Verpackung keine Liste der Inhaltstoffe zu finden ist. Verdächtig sind auch unklare Aussagen wie „auf pflanzlicher Basis“, oder „überwiegend pflanzlich“.
Reines Henna ist unproblematisch
Nicht alle Naturhaarfarben oder Henna-Produkte sind schädlich. Die meisten sind unproblematisch. Die Blätter des Henna-Strauchs etwa werden zu Pulver gemahlen und mit Wasser angerührt. Dann entfaltet ein Molekühl namens „Lawson“ seine farbgebende Wirkung. Der Nachteil solcher Naturfarben: Es gibt nicht so viele verschiedene Farbtöne. Die Farbe ist weniger intensiv. Und: Die Farbe hält nicht so lange wie bei synthetisch hergestellten Mitteln.
Der richtige Umgang mit Färbemitteln
Das Bundesamt für Risikobewertung rät: Beim Haarefärben immer Handschuhe tragen. Die Farbe nicht länger als vorgegeben auf dem Kopf lassen. Und: Gründlich ausspülen.
Haarfärbemittel bergen ein Allergie-Risiko
Für Allergiker gilt besondere Vorsicht beim Haarefärben. Wer eine allergische Reaktion befürchtet, sollte vorher mit seinem Arzt sprechen. Weil Haarfärbemittel relativ häufig zu einer Allergie führen, rät eine EU-Verordnung unter 16jährigen von bestimmten Produkten ab. Deren Hersteller müssen ihre Verpackungen mit einer Kennzeichnung versehen.
Autor/in:
Ingeborg Sahm
Redaktion:
Monika Kunze





![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)






