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Die Kleine Anfrage: Wie kann ein Flugzeug trotz profilierter Flügel auf dem Rücken fliegen?
Moderation: Martin Winkelheide
Flugzeugflügel sind gewölbt um Auftrieb zu erzeugen. Wenn sie auf dem Kopf stehen, müssten sie dann nicht eine Art Abtrieb erzeugen? Warum kann ein Flugzeug trotzdem auf dem Rücken fliegen? Das fragt uns ein Leonardo-Hörer aus Berlin per Mail.
Die Tragfläche zeigt Profil
Tatsächlich ist das Tragflächen-Profil wichtig für den Auftrieb. Ein Prinzip, dass auch Vögel beim Gleitflug nutzen. Auf der gewölbten und dadurch längeren Oberseite der Tragfläche wird die Luft beim Vorbeiströmen beschleunigt, sie wird dünner, es entsteht Unterdruck. Diese sogenannte „Sogspitze“ zieht das Flugzeug nach oben.
Auftrieb auch dank Anstellwinkel
Ebenfalls wichtig ist aber auch der Anstellwinkel, also wie die Tragfläche insgesamt gegen den Wind steht. Schon allein dadurch entsteht Auftrieb. Gut zu beobachten bei einem einfach gebauten, geraden Papierdrachen. Mit diesem Prinzip gelingt einem Piloten auch der Rückenflug. Er wählt für sein Flugzeug eine Lage, bei der allein der Anstellwinkel der Tragflächen genug Auftrieb erzeugt – trotz ungünstigem Tragflächen-Profil.
Kunstflieger mit symmetrischen Flügeln
Für Kunstflieger ist das Tragflächenprofil ziemlich unwichtig. Die Flügelprofile ihrer Flieger sind oft völlig symmetrisch. Ober- und Unterseite sind gleich geformt. Nur mit dem Auftrieb des Anstellwinkels erheben sie sich in die Luft. Der Rückenflug ist dabei nur eine Vorstufe zu einer Vielzahl anderer Flugfiguren.
Autor/in:
Gerhard Richter
Redaktion:
Martin Gent
Die Kleine Anfrage: Wie kann ein Flugzeug trotz gewölbter Flügel auf dem Rücken fliegen?






![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)







