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Service Tier: Bello und Bella als Beifahrer
Rückhaltesysteme für Hunde und Katzen
Moderation: Marlis Schaum
Tiere sicher unterbringen
Sicherheit ist das Wichtigste beim Autofahren, und zwar nicht nur für Fahrer und Beifahrer, sondern auch für Hund und Katze, wenn sie im Auto mitgenommen werden. Eine der Gurtpflicht vergleichbare Verordnung gibt es für Tiere zwar nicht, aber jeder Fahrer muss alles, was er im Wagen transportiert, so gut sichern, dass es bei einem abrupten Brems- oder Ausweichmanöver oder bei einem Unfall nicht zum Geschoss wird.
Transportboxen für Hunde und Katzen
Am sichersten fahren Hund und Katze in einer Transportbox im Auto mit. Die Box sollte der Größe des Tiers angemessen, also nicht zu groß und nicht zu klein sein. Kleine Transportboxen können hinter dem Beifahrersitz festgeklemmt, größere auf der Rückbank festgeschnallt oder im Kofferraum befestigt werden.
Es gibt Boxen aus Kunststoff oder Metall und wichtiger als das Material ist, dass sie mit einem GS-Zeichen versehen sind.
Das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit ist eine freiwillige Kennzeichnung. Es stellt bestimmte Anforderungen an das Produkt und wird von einer staatlich zugelassenen Überwachungsstelle vergeben.
Gurtsysteme sind ungeeignet
Es gibt zwar auch diverse Gurtsysteme für Tiere zu kaufen, die mit dem Dreipunktgurt auf dem Rücksitz verbunden werden, optimal sind sie allerdings nicht, denn falls ein Unfall passiert, ist das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier erheblich.
Das Tier trägt ein Brustgeschirr, löst sich beim Aufprall aber vom Sitz und kann herumschleudern. Fliegt ein mittelgroßer Hund mit einem Körpergewicht von 20 Kilogramm nach vorne, entspricht das bereits bei Stadtgeschwindigkeit einer Wucht von 600 bis 1000 Kilogramm. Das Verletzungsrisiko für Fahrer, Beifahrer und das Tier ist also erheblich.
Trennnetze und Trenngitter auch nicht empfehlenswert
Auch Trennnetze und Trenngitter zwischen Kofferraum und Rückbank bieten keine Sicherheit. Beim Aufprall könnte ein Hund zunächst gegen die Heckscheibe gedrückt und anschließend gegen die Rücklehne geschleudert werden. Die Wucht ist so groß, dass der hintere Sitz aus seiner Verankerung gerissen werden kann. Hinzu kommt, dass Unfallhelfer sich unter Umständen erst um einen traumatisierten Hund kümmern müssen, bevor sie sich verletzten Menschen nähern können.
Berührungsängste abbauen
Eine Box, die weder zu groß noch zu klein ist, eine Kuscheldecke und ein Kissen darin – manchmal müssen Hund oder Katze erst an die Transportkiste gewöhnt werden, zum Beispiel mit Leckerchen und Streicheleinheiten. Das Üben lohnt sich, denn anschließend ist das Verreisen mit Tier dann sicher und problemlos.
Autor/in:
Susanne Kuhlmann
Redaktion:
Anne Preger





![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)







