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Ist es eine erlesene Kreation Wiener Feinbäcker? Oder sprachlich eher verwandt mit dem Luftschloss? "Pustekuchen" sagt man meist, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie gewünscht. Aber woher kommt der seltsame Begriff? Hat es etwa mit dem Kerzenausblasen auf der Geburtstagstorte zu tun? Das fragte sich auch ein Leonardo-Hörer und stellte die kleine Anfrage.
"Pustekuchen" sagen wir, wenn wir etwas abschlagen oder nicht gönnen und hämisch reagieren. Eine alltägliche Redensart, aber sie stammt nicht aus dem Alltag, weder vom Kerzenausblasen beim Kindergeburtstag noch von irgendeiner Süßspeise. Literarisch taucht der "Kuchen" im 19. Jahrhundert in Berlin auf, es war Mode, zu allen möglichen Ansichten das Gegenteil zu behaupten, "Ja, Kuchen..". Aber auch damals war schon der Ursprung vergessen. Das Wort stammt aus dem Jiddischen, kommt von "chochem" und hieß wörtlich klug oder auch gerissen und es gab ein jiddisches Sprichwort das besagte "Du bist schlau, aber nicht schlau genug". Daraus wurde - in Verbindung mit dem späteren Pusten - unser Bild vom Pustekuchen", dessen Sinn ja nicht weit davon entfernt ist, auch wenn wir den Ursprung nicht mehr kennen, eben: Pustekuchen!
Autor/in:
Martin Stankowski
Redaktion:
Martin Gent




![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)







