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Wer es lästig findet, von Hand die Zähne zu putzen oder nicht so geschickt darin ist, kann auf eine elektrische Zahnbürste umsteigen. Diese Bürste besteht alle aus einem länglichen, runden Griff, in dem der Akku sitzt. Darauf steckt der auswechselbare Bürstenkopf. Auf Knopfdruck bewegt sich der Bürstenkopf und macht die Putzbewegungen. Beim Entlangführen an den Zähnen werden die Beläge weggerieben.
Zwei Systeme im Handel
Die Rundkopfbürste hat einen runden Bürstenkopf, der rotiert – dreht sich also. Gleichzeitig schwingen die einzelnen Borsten. Bei der so genannten Schallzahnbürste ist dieser Bürstenkopf größer und länglich-eckig. Er dreht sich nicht, sondern vibriert von links nach rechts und gleichzeitig auf und ab. Das Wort Schall ist eigentlich irreführend. Denn nicht der Schall reinigt die Zähne, sondern die Vibration der Bürste. Der Name hat sich aber so eingebürgert, weil die Schwingungsfrequenz der Bürste so hoch ist wie hörbarer Schall.
Beide Typen putzen gleich gut
Stiftung Warentest hat Elektrozahnbürsten geprüft und festgestellt, dass Rundkopfbürsten genauso gut reinigen wie die Schallzahnbürsten. Die Bürsten kosten zwischen 30 und 150 Euro. Nicht alle sind gleich gut, aber in jeder Preisklasse gibt es gute Bürsten. Die Reinigungsleistung hat natürlich mit der Zahl der Umdrehungen und der Größe des Bürstenkopfes zu tun – wie beim Handputzen auch. Von der typischen Werbesprache wie oszillierend, 3 D-Technologie oder ‚40.000 Pulsationen’, sollte man sich nicht blenden lassen. Vieles klingt nur, als sei es etwas Besonderes.
Die passende Bürste
Wer sich eher zu den Putzmuffeln zählt, kommt mit dem größeren Bürstenkopf der schallaktiven Zahnbürste sicher besser zurecht, weil der mehr Zähne auf einmal erreicht. Ansonsten kommt es darauf an, dass eine elektrische Zahnbürste angenehm zu handhaben ist. Das heißt, der Griff sollte gut in der Hand liegen und nicht zu schwer sein. Man sollte auch an die schlecht erreichbaren Stellen gut herankommen. Es gibt auch für die Elektrischen harte, mittelharte und weiche Bürsten. Das alles ist auch beim Kauf von Kinderzahnbürsten wichtig zu beachten. Vibriert die Bürste unangenehm kribbelnd im Mund oder in der Hand und ist das Geräusch nervig, motiviert das nicht gerade.
Zubehör und Extras
Die Bürstenköpfe sollte man - wie bei der Handzahnbürste - einmal im Monat austauschen. Diese Ersatzbürsten sind erschwinglich Es gibt sie in verschiedenen Härtegraden weich – mittel – hart. Rund 5 Euro Stromkosten pro Jahr sind nicht der Rede wert.
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Putzzeitkontrolle/Intervalltimer/Bürstendruck-Warnsignal
Bei den elektrischen Zahnbürsten gibt es natürlich auch die ein und andere Zusatzfunktion. Ob solche Extras als Motivationshilfe taugen oder eher ein ‚cooler’ und oft nicht ganz billiger Schnickschnack sind, muss jeder für sich selbst entscheiden: Zum Beispiel zeigen Töne oder auch sichtbare Lichtzeichen, wenn die ideale Putzzeit erreicht ist, ob der nächste Kieferquadrant an der Reihe ist, oder ob man mit der Bürste zu stark aufdrückt.
Keine Zeitersparnis
Mit der Elektrischen zu putzen, spart keine Zeit und man kann genauso schlampig und falsch putzen, wie mit einer Handzahnbürste, indem man z. B. die Bürste nicht gründlich überall entlang führt, oder sie nur gerade mal „entlang schnurren“ lässt oder auch zu fest aufdrückt. Elektrische Zahnbürsten ersetzen auch nicht die Reinigung der Zahnzwischenräume mit anderen Hilfsmitteln wie Zahnseide. Sauber sind die Zähne, wenn sie sich rundherum schon glatt anfühlen. Wer ganz sicher gehen will, ob auch dazwischen alles klar ist, kann sich in der Apotheke Plaquetabletten besorgen oder ganz vorsichtig mit einer Nadel zwischen die Zähne gehen. An der Spitze sollte dann kein Belag mehr zu finden sein.
Autor/in:
Angelika Tannhof
Redaktion:
Jan Friese






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