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Statt auf Klonen setzen Stammzellenforscher seit zwei Jahren verstärkt auf Reprogrammierung. Seitdem überschlagen sich die Erfolgsmeldungen. Nun gelang dem Biochemiker Sheng Ding vom Scripps-Forschungsinstitut in Kalifornien die Herstellung der begehrten Zellen ohne Klonen und ohne Gentechnik. Das gelang mit einem Protein-Cocktail und einer chemischen Starthilfe. Aus Körperzellen einer Maus entstanden Zellen, deren Fähigkeiten mit embryonalen Stammzellen vergleichbar sind. Das konnten Forscher vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster nachweisen. Die Technik verspricht neue Anwendungen in der Forschung, aber auch in der Medizin. Sheng Ding hofft, dass die Reprogrammierung demnächst direkt im Patienten stattfinden kann. Dazu muss die Methode jedoch zuvor von der Maus auf den Menschen übertragen werden. Am Max-Planck-Institut in Münster wird daran bereits gearbeitet.
Studiogespräch mit Michael Lange
Redaktion:
Klaus-Dieter Oetzel
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