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Haben sich die Wespen am Honigtopf abgesprochen? Können Wespen - wie Bienen - tanzend verraten, wo es das beste Futter gibt? Und verstehen alle Bienen untereinander? Sommerfragen eines Leonardo-Hörers für die Kleine Anfrage.
Eine Frage der Entfernung
Wenn eine Biene eine Nektarquelle oder eine Wasserstelle entdeckt hat, tanzt sie ihre Stockgenossinnen vor, wie sie da hinkommen. Für kurze Flüge wählt sie den einfachen Rundtanz und verteilt Duftproben der Blüte, das heißt übersetzt: „Sucht danach hier in der Nähe!“. Längere Strecken beschreibt sie mit dem Schwänzeltanz. Der beinhaltet die exakte Richtung im Verhältnis zur Sonne und die genaue Distanz.
Andere Bienen, andere Weiten
Verschiedene Bienenarten nutzen Rund- und Schwänzeltanz verschieden: Eine ägyptische Biene zum Beispiel beschreibt mit dem Schwänzeltanz Ziele, die bereits weiter als 15 Meter vom Stock entfernt sind. Die deutsche Biene schwänzelt erst ab rund 85 Meter Flugstrecke. Das würde schnell zu Missverständnissen führen, müssten sich beide Bienen verständigen. Forscher haben allerdings herausgefunden, dass Bienen lernfähig sind und sich andere Tanzvarianten aneignen können. Möglicherweise auch den sogenannten Sicheltanz, den weltweit nur die italienische Biene beherrscht.
Wespen suchen immer
Wespen dagegen, auch wenn sie gemeinsam im Nest leben, teilen sich wenig mit. Jede Wespe geht selbst auf die Suche, unterstützt von ihrem feinen Geruchsinn. Ein Schwarm Wespen über dem Frühstückstisch beweist nur, dass es hier etwas zu holen gibt: Tierisches Eiweiß wie Ei, Wurst oder Schinken für die Brut; für den eigenen Hunger sucht die Wespe nach Früchten und Süßem.
Autor/in:
Gerhard Richter
Redaktion:
Martin Gent





![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)







