Donnerstag, 23.05.2013

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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 23.05.2012, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Ein verknotetes Kabel vor einem Laptop; Rechte: dpa

 Einfacher Knoten

Service Computer: Schluss mit Kabelsalat

USB-Hubs und Docking-Stationen verkabeln das Notebook

Moderation: Marija Bakker

Notebooks sind klein, leicht und handlich. Man soll sie ja auch umher tragen können. Doch oft mag man die mobilen Computer gar nicht mitnehmen, weil man sie nachher wieder umständlich anschließen muss an den externen Monitor, Maus, Drucker, Tastatur und all die USB-Geräte. Ein „USB-Hub“ oder eine „Docking-Station“ können hier Erleichterung schaffen. Mit einem einzigen Anschluss verbinden sie alle Peripheriegeräte mit dem Rechner. Und genauso einfach koppeln sie den Rechner ab.

Speziell und universell

Es gibt drei unterschiedliche Möglichkeiten, den Kabelsalat auf dem Schreibtisch ein wenig einzudämmen:


•    Einige Hersteller bieten für ihre Notebooks spezielle Docking-Stationen an, die über einen nicht-genormten Anschluss mit dem Notebook verbunden werden. An dieses Dock schließt man dann die Peripheriegeräte wie Drucker, Festplatten Monitore, Maus, Trackpad, Scanner, Lautsprecher und auch das Netzwerk an. Der Vorteil: Die Spezial-Docks liefern dem Notebook auch Strom zum Aufladen und haben zusätzliche Anschlüsse, die das Notebook selbst ab Werk gar nicht hat (z. B. einen DVI-Port zum Anschluss eines Monitors). Mit einem Handgriff kann man somit also das Notebook von den angeschlossenen Geräten und Kabeln trennen. Kosten: 150 bis 250 Euro.

•    Mit einem USB-Hub lassen sich zumindest schon ’mal alle per USB angeschlossenen Geräte mithilfe eines Kabels vom Notebook trennen. Lautsprecher, Monitor und Netzwerk müssen jedoch separat abgestöpselt werden. Preis: 30 bis 80 Euro bei diversen Zubehör-Herstellern.

•    Universelle Docking-Stationen bieten die Möglichkeit, alle USB-Geräte und Netzwerk, Monitore und Lautsprecher anzuschließen. Die Verbindung zum Notebook erfolgt dann über ein Kabel mit dem schnellen USB 3.0. Vorteil: Unter Umständen bietet auch eine solche Docking-Station zusätzliche Anschlüsse, die das Notebook selbst ab Werk gar nicht hat (z. B. einen DVI-Port zum Anschluss eines Monitors). Nachteil: Strom für den Computer selbst liefert ein solches Dock nicht – so gibt es dann also mindestens zwei Kabel (USB-Kabel zum Dock und Stromkabel), die abgezogen werden müssen, wenn man sein Notebook mitnehmen will. Damit ein solches Dock funktioniert, wird es mit einem eigenen Netzteil mit Strom versorgt. Preise: zwischen etwa 100 und 200 Euro, diverse Zubehör-Hersteller.

Nicht immer problemlos

Eine universelle Docking-Station braucht in aller Regel einen Treiber, der installiert werden muss. Diese Software regelt die Kommunikation zwischen den angeschlossenen Geräten, dem Dock und dem Notebook. In aller Regel funktioniert das ohne Schwierigkeiten, es kann aber in Einzelfällen Probleme geben, weil die Hersteller der Station nicht alle Hardware-Kombinationen ausprobiert haben können. Vor allem Monitore sind da gelegentlich ein wenig zickig. Hubs und die speziellen, auf das Notebook zugeschnittenen Docking-Stationen machen in aller Regel keine Probleme.

Kaufempfehlung

Wer sein Notebook beruflich nutzt und es sehr häufig an- und wieder abstöpseln muss, der sollte den Kauf einer Docking-Station erwägen, die speziell für sein Notebook entwickelt wurde. Derartige Geräte gibt es leider nur für wenige Profi-Notebooks. Im privaten Bereich reicht ein normaler USB-Hub mit externem Stromanschluss und möglichst vielen USB-Ports meistens völlig aus. Hier finden dann die USB-Geräte Anschluss. Netzwerkkabel (sofern überhaupt nötig), Monitor- Strom- und Lautsprecher-Kabel lassen sich innerhalb weniger Sekunden abziehen. Eine universelle Docking-Station ist ein echtes Luxus-Gerät, das zwar praktisch sein kann, tatsächlich aber nicht unbedingt nötig ist und unter Umständen Probleme schafft, die es vorher gar nicht gab. Wer sich für den Kauf eines solchen Docks entscheidet, der sollte daher unbedingt ein Rückgaberecht vereinbaren. Funktioniert nämlich der am eigenen Schreibtisch vorhandene Hardware-Park nicht mit dem Dock, sollte eine Rückgabe problemlos möglich sein.

Autor/in:

Gespräch mit Michael Stein, Technik-Journalist

Redaktion:

Joachim Hecker

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