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Trockner - als Stromschleuder verschrien - sind schlecht für die ganze private Umweltbilanz und am Ende des Jahres flattert eine fette Stromrechnung ins Haus. So war das lange Zeit. Doch es hat sich in den letzten zwei Jahren einiges getan: Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnik sind jetzt nicht nur gut, sondern auch preiswert geworden.
Trockner sind eine bequeme Alternative zum mühsamen Wäscheaufhängen. Sie sind praktisch für Familien mit kleinen Kindern und für diejenigen, die keinen separaten Trockenraum haben und für die der Wäscheständer im Wohnzimmer eine ständige Belästigung ist. Wer elektrisch trocknen will, sollte ein Strom sparendes Gerät mit Wärmepumpe kaufen, empfiehlt die Stiftung Warentest.
Trockner mit Wärmepumpe erobern den Markt
Die Warentester haben 16 Geräte unter die Lupe genommen. Neun davon arbeiten mit der herkömmlichen Kondensationstechnik und sieben mit Wärmepumpe. Alle getesteten Geräte trocknen zuverlässig und schonend. Doch allein die Wärmepumpentrockner haben mit „gut“ abgeschnitten. Unter den Testsiegern sind Modelle von AEG, Blomberg, Bosch und Siemens. Die stromzehrenden Kondensationstrockner sind durchweg nicht über ein Befriedigend hinausgekommen.
Wärme sinnvoll genutzt
Die Geräte mit Wärmepumpe haben den großen Vorteil, dass sie nur ungefähr halb soviel Strom verbrauchen wie konventionelle Kondensationstrockner. Sie nutzen einen großen Teil der Energie der heißen Abluft für den Trocknungsprozess. Bei klassischen Trocknern verpufft die Energie dagegen ungenutzt im Raum.
Billig und umweltfreundlich
Vor drei Jahren, beim letzten Trocknertest, kosteten die Geräte mit stromsparender Wärmepumpentechnik etwa 800 bis 1200 Euro. Inzwischen sind die Preise gefallen. Jetzt ist der billigste gute Wärmepumpentrockner (von Beko) schon für 500 Euro zu haben. Viel billiger sind herkömmliche Kondensationstrockner auch nicht, dafür aber längst nicht so effektiv. Um Baumwollwäsche schranktrocken zu bekommen, verbraucht der konventionelle Kondensationstrockner im Schnitt Strom für 13 Cent pro Kilogramm. Das macht bei einer 7-Kilo-Trommel rund 90 Cent. Die gleiche Menge im Wärmepumpentrockner kostet nach Berechnungen der Stiftung Warentest etwa 40 Cent, also weniger als die Hälfte. Rechnet man Einkaufspreis und Betriebskosten auf zehn Jahre hoch, dann schneidet ein günstiger Wärmepumpentrockner gegenüber einem herkömmlichen Kondensationsmodell also deutlich besser ab.
Der kleine Haken
Die Trockendauer bei den Geräten mit Wärmepumpe beträgt ca. zwei Stunden, d .h. 20 bis 30 Minuten länger als bei den herkömmlichen Kondensationstrocknern. In Kombination mit den langen Waschzeiten moderner Waschmaschinen lässt Omas „Waschküchentag“ grüßen.
Intensives Schleudern ist wichtig auch für den Trockner
Je besser die Wäsche vorher geschleudert ist, umso schneller und sparsamer arbeiten die Trockner.
Aber egal, wie stromsparend die modernen Trockner geworden sind: Trocknen zum Nulltarif und noch dazu umweltfreundlich – das leistet die gute alte Wäscheleine.
Autor/in:
Anne Demmer
Redaktion:
Detlef Reepen





![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)






