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Service Mobil: Alles im Lack?
Kratzer und Dellen mit Smart-Repair beseitigen
Moderation: Andreas Lange
Kratzer und Dellen am Auto sind gleich dreifach ärgerlich: Erstens ist die Ursache meist nur eine kleine Unachtsamkeit, zweitens sehen sie unschön aus und senken den Wiederverkaufswert und schließlich sind sie auch noch teuer in der Reparatur. Denn die meisten Werkstätten empfehlen in solchen Fällen den Austausch ganzer Karosserieteile oder deren komplette Neulackierung. Dafür sind schnell mehrere 100 Euro fällig. Doch es gibt eine preiswerte Alternative: Smart-Repair.
Das Prinzip
„Ausbessern“ statt „Auswechseln“ ist das Motto von Smart-Repair. Nur die Schadstelle selbst wird behandelt und die Arbeiten werden möglichst kleinflächig gehalten. Das spart Zeit und Geld. Durchschnittlich sind Reparaturen mit Smart-Repair-Verfahren um zwei Drittel günstiger als diejenigen mit herkömmlichen Methoden.
Kratzer und Schrammen
Lackschäden bis zu einer Länge von etwa 40 cm oder der Größe einer Zwei-Euro-Münze an den Seitenteilen und am Heck lassen sich mit Smart-Repair-Verfahren problemlos behandeln. Nachdem die Schadstelle angeschliffen und gegebenenfalls gespachtelt wurde, wird mit einer kleinen Lackierpistole der Lack im genauen Farbton des Originallackes aufgesprüht. Ist die Arbeit fachgerecht ausgeführt worden, verschwindet der Kratzer spurlos.
Schwieriger ist es, wenn es sich um Lackschäden auf dem Autodach oder der Motorhaube handelt. Auf diesen so genannten „liegenden Flächen“ bliebe die Reparaturstelle wegen des anderen Lichteinfalls immer sichtbar. Deshalb ist hier eine komplette Überlackierung ratsam.
Beulen und Dellen
Kleinere Dellen, wie sie Parkrempler oder große Hagelkörner hinterlassen, sind ebenfalls ein Fall für Smart-Repair. Mit unterschiedlichen Methoden können solche Beulen herausgedrückt oder -gezogen werden ohne dabei den Lack zu beschädigen. Am besten geht das, wenn es sich um flache Dellen bis zu Faustgröße handelt. Bei Knicken oder Eindellungen an den Türkanten findet Smart-Repair seine Grenzen.
Wer macht was?
Viele kleine und große Werkstätten werben inzwischen mit „Smart-Repair“. Doch ein einwandfreies Ergebnis bekommt nur ein Fachmann hin. Insbesondere das „Ausbeulen“ erfordert viel Geschick und Erfahrung. Je länger die Werkstatt also Smart-Repair im Programm hat, desto besser. Der ADAC rät, sich vor der Auftragsvergabe direkt am Fahrzeug genau erklären zu lassen, was mit Smart-Repair zu machen ist und wie die Erfolgsaussichten eingeschätzt werden. In einem Kostenvoranschlag sollten die Leistungen detailliert beschrieben werden und die Kosten angegeben sein.
Wo sich Smart-Repair auszahlt
Dort, wo Kratzer und Schrammen die gesamte Lackschicht beschädigen, sollten sie möglichst rasch repariert werden, um Roststellen zu vermeiden.
Oberflächliche Lackschäden und kleine Dellen sind eher Schönheitsfehler. Doch auch hier zahlt sich die Aufarbeitung mit Smart-Repair aus. Nämlich dann, wenn das Fahrzeug verkauft werden soll. In einem Test des ADAC brachte ein Opel Astra nach der Aufarbeitung etwa 1000 Euro mehr - die Kosten für die Smart-Repair-Arbeiten betrugen aber nur 600 Euro.
Autor/in:
Octavia Verbücheln
Redaktion:
Martin Gent





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