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Service Computer: Zwei oder drei?
Was man über "USB 3.0" wissen muss
Moderation: Martin Winkelheide
USB“ („Universal Serial Bus“ = „Universeller Serieller Bus“) hat sich als Standard für Schnittstellen am Computer mittlerweile durchgesetzt. Drucker, Scanner, Festplatten, digitale Kameras und Speicher-Sticks werden per USB-Buchse mit dem Computer verbunden. Schon seit einigen Jahren gibt es aber nicht mehr „den“ USB-Anschluss. Neben dem weit verbreiteten USB-2.0-Anschluss findet man nämlich allmählich auch das deutlich leistungsfähigere USB 3.0 immer öfter im Schnittstellen-Angebot der Notebooks und Desktop-Rechner. Was kann USB 3.0 besser als sein Vorgänger? Braucht man das „neue“ USB unbedingt? Kann man es auch nachträglich einbauen?
Was kann USB 3.0?
USB 3.0 ist der Nachfolger von USB 2.0. Im Vergleich zum Vorgänger hat die neue Schnittstelle gewaltig an Tempo zugelegt: Bis zu zehn Mal schneller flitzen die Daten zwischen Computer und externen Geräten (z. B. Festplatten, USB-Speicher-Sticks) hin und her. Jedenfalls theoretisch, denn tatsächlich hängt die Geschwindigkeit von den benutzten Geräten ab. Rein äußerlich unterscheiden sich USB-2.0- und 3.0- Buchsen und Stecker kaum. Lediglich ein blauer Kunststoff-Rand deutet an, dass man es mit der neuen Version zu tun hat.
Wofür braucht man USB 3.0?
Als normaler Anwender wird man USB 3.0 nicht unbedingt brauchen. Die Geschwindigkeit von USB 2.0 reicht für die meisten Anwendungen völlig aus. Aber: Die Datenmengen steigen. Wer also häufig mit hoch auflösenden Videos oder unkomprimierten Audio-Dateien zu tun hat, Festplatten mit hohen Kapazitäten benutzt und auch regelmäßig Sicherungskopien anfertigen will, der freut sich über die deutlich höhere Geschwindigkeit. Für die Kommunikation zwischen einem Drucker und einem Computer ist USB 3.0 hingegen nicht nötig – deshalb findet man die schnellere USB-Variante auch praktisch bei keinem Drucker-Modell.
Wo gibt es schon USB 3.0?
Die USB-3.0-Spezifikationen sind bereits einige Jahre alt. Trotzdem hat sich die neue Schnittstelle noch nicht überall durchgesetzt. Grund: Es gibt keinen echten Bedarf dafür. Einige Desktop-Computer und vor allem schnelle (und teure) Notebooks haben die schnelle Schnittstelle an Bord. Viele Hersteller bieten den neuen Anschluss aber als zusätzliche Option an. Desktop-PCs lassen sich mit Hilfe einer Steckkarte USB-3.0-fähig machen. Für Notebooks mit Erweiterungssteckplatz werden ebenfalls Erweiterungskarten angeboten.
Worauf muss man achten?
Die Entwickler von USB haben dafür gesorgt, dass man es als Benutzer recht leicht hat. USB 2.0 und USB 3.0 sind untereinander kompatibel. Das heißt: Auch wenn ein Computer „nur“ USB 2.0 kann, lässt sich ein USB-3.0-Gerät anschließen. Und ein USB-2.0-Gerät kann auch an einen Computer mit USB 3.0 angestöpselt werden. Einzige Einschränkung: Die volle 3.0-Geschwindigkeit wird nur erreicht, wenn auf beiden Seiten USB 3.0 im Einsatz ist.
Was sollte man jetzt tun?
Es besteht keinerlei Grund zum Handeln. Wer bisher gut mit USB 2.0 leben konnte, der wird das auch in naher Zukunft tun. Wenn bei einem Neukauf eines Gerätes USB 3.0 mit an Bord ist und der Preis nicht deutlich höher ist, dann kann man die neue Version „mitkaufen“. Und auch dann, wenn man die hohen Geschwindigkeiten wirklich braucht, kann man USB 3.0 wählen. Ansonsten gilt: Entspannen. Übrigens: Mit „Thunderbolt“ gibt es mittlerweile eine ganz neue Schnittstelle, die noch deutlich schneller ist als USB 3.0. Außerdem braucht man für Thunderbolt keine Verteiler (Hubs) mehr, da sich dabei Geräte wie Festplatten, Monitore und vieles mehr einfach hintereinander anschließen lassen. USB 3.0 oder Thunderbolt – was sich letztlich durchsetzen wird, lässt sich zur Zeit nur schwer abschätzen.
Autor/in:
Livegespräch mit Michael Stein, Technik-Journalist
Redaktion:
Joachim Hecker





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