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Bei einem Unfall ist schnelle Hilfe wichtig. Doch nur die wenigsten Autofahrer haben den Verbandkasten sofort parat und kennen seinen Inhalt. Fast vergessen liegt die lebenswichtige Box jahrelang im Auto und ist Hitze und Kälte ausgesetzt. Das bleibt auch für den Inhalt nicht ohne Folgen. Nicht selten wurde der Verbandkasten auch schon bei kleineren Verletzungen im Haushalt geplündert und nie wieder aufgefüllt. Im Notfall kann man damit dann keinem mehr helfen.
Wo sollte man den Verbandkasten verstauen?
Man sollte den Verbandkasten nicht in den Tiefen des Kofferraums verschwinden lassen. Im Notfall hat man weder Zeit noch Nerven dort nach ihm zu suchen. Verstauen Sie den Verbandkasten unter dem Vordersitz oder an einem anderen Platz, der gut zu erreichen ist – und der auch garantiert, dass Ihnen die Box nicht beim Bremsen um die Ohren fliegt.
Was gehört in den Verbandkasten?
Der Verbandkasten wird nach der DIN 13 157 befüllt. Auf einer Inhaltsliste steht, was drin sein muss, z.B. Heftpflaster, Wundschnellverband, Fingerkuppenverband, Verbandpäckchen in verschiedenen Größen, Kompressen, Mullbinden, eine Rettungsdecke. Diese silbrige Folie dient zum Schutz des Verletzten vor Unterkühlung oder kann zum Schutz vor Hitze wie ein Sonnensegel aufgespannt werden.
Warum sind die Handschuhe wichtig?
In jedem ordnungsgemäßen Verbandkasten befinden sich Handschuhe. Sie dienen vor allen dem Helfer - als Schutz vor Infektionen. Deswegen sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob die Handschuhe durch Hitze und Kälte porös geworden sind. Bei einer Verkehrskontrolle wird häufig nach den Handschuhen gefragt. Haben Sie keine dabei, kann ein Bußgeld fällig werden.
Was tun, wenn Teile fehlen oder alt sind?
Natürlich kann man den Inhalt eines Verbandskastens auch bei kleineren Haushaltsverletzungen oder Verletzungen im Garten benutzen. Allerdings darf man dann das Auffüllen nicht vergessen. Beim Auffüllen gleich die Verfallsdaten von Mullbinden und Pflastern überprüfen. Ist das Verfallsdatum des Verbandmaterials überschritten oder fehlen Teile, sollte unbedingt in Apotheken für Ersatz gesorgt werden. Manchmal lohnt es sich auch, gleich einen ganz neuen Kasten zu kaufen. In der Apotheke kostet er ca. 12 Euro. Generell zu empfehlen ist es, den Inhalt eines Verbandkastens einmal im Jahr zu überprüfen. Sollten Sie in eine Verkehrskontrolle kommen und Ihr Verbandkasten ist nicht vollständig oder fehlt, können Sie mit einem Ordnungsgeld von bis zu 25 Euro belegt werden.
Was kann man sonst noch tun?
Mit den abgelaufen Verbandmaterialien können Sie üben, wie man einen Verband anlegt und so Ihr Erste-Hilfe-Wissen wieder auffrischen. Auch einen Kurs zu machen schadet nicht. Das Wichtigste ist aber, dass Sie überhaupt Hilfe leisten, dass Sie einen Notruf über die 112 weitergeben, damit professionelle Hilfe dazukommt, und dass Sie dem Verletzten Mut zusprechen.
Autor/in:
Dorothea Brummerloh
Redaktion:
Monika Kunze





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