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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 18.09.2012, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Die geschlossenen Augenlider einer Frau; Rechte: picture alliance / Bildagentur-online/B-Company

 Nur der Schönheit zuliebe?

Service Gesundheit: Korrektur der Augenlider

Für ein besseres (Aus-)Sehen

Moderation: Franz-Josef Hansel

Meistens geht es um ein besseres Aussehen, wenn sich jemand an den Augenlidern operieren lässt. Manchmal aber machen auch medizinische Gründe einen solchen Eingriff erforderlich - etwa wenn das Oberlid bis über die Wimpern hängt und beim Sehen stört. In jedem Fall sollten Patienten sich dann einen Arzt suchen, der viel Erfahrung hat und gut berät. Darauf macht die Gesellschaft für Augenärzte aufmerksam, die in Berlin ihren jährlichen Kongress veranstaltet.

Was passiert bei der Operation?

In der Regel wird mit Laser oder Skalpell ein Schnitt gesetzt und überschüssiges Gewebe entfernt. Am Ende vernäht der Arzt die Wunde. Die Operation wird in den meisten Fällen ambulant mit örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Heilung verläuft meist rasch und dauert ein bis zwei Wochen.

Worauf muss der Patient nach der Operation achten?

Nach der Operation muss man ein, zwei Tage mit Schwellungen rechnen. Um die Augen sieht man etwa zwei Wochen lang Blutergüsse. Die Augenlider sollten geschont und gekühlt werden. Außerdem: Viel Schlaf, nicht reiben, keine Salben, keine kosmetischen Cremes, kein Make-up. Eine Sonnenbrille verdeckt die Blutergüsse und schützt in den ersten Monaten die Narben vor direkter Sonne.
Am ersten Tag nach der Operation sollte man im Bett bleiben, mit erhöhtem Oberkörper. Nach rund zwei Tagen kann man wieder Fernsehen und lesen. In den ersten zwei Wochen nach der Operation sollte man keinen Sport treiben und sich nicht körperlich anstrengen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Wenn die Haut zu stark gestrafft wird, kann das Auge nicht mehr vollständig geschlossen werden: Damit dadurch nicht die Hornhaut austrocknet, sind regelmäßig Augentropfen und Salben notwendig.
Wenn das untere Lid nicht mehr am Augapfel anliegt, kann die Tränenflüssigkeit, die ständig produziert wird, um das Auge feucht und sauber zu halten, nicht mehr normal ablaufen. Dann fließen ständig Tränen.

Welcher Arzt soll operieren?

Der operierende Arzt sollte einige Erfahrung mit der Lidkorrektur haben. Das heißt: Er sollte diese Operation schon einige hundert Mal, besser über tausend Mal durchgeführt haben. Außerdem sollte man wissen: Nur Augenärzte und Fachärzte für plastisch-ästhetische Chirurgie sind wirklich ausgebildete Spezialisten. Die Begriffe „Schönheitschirurg“ und „kosmetischer Chirurg“ sind dagegen nicht geschützt. Jeder Arzt kann sich so nennen, ohne eine besondere Ausbildung zu haben.

Was ist vorher zu klären?

In einem ersten Aufklärungsgespräch sollte der Arzt über Risiken, mögliche Komplikationen und realistisch zu erwartende Ergebnisse informieren.
Wichtig ist auch: Welche Nachsorge bietet der Arzt an? Wo findet der Patient Hilfe, falls abends oder nachts nach der Operation Probleme auftreten?
Vor dem Eingriff muss der Patient zudem gründlich untersucht werden: Lidöffnung und Lidfurche sind zu messen, Besonderheiten wie vorherige Operationen sollten angesprochen werden.

Wer trägt die Kosten?

Pro Augenlid entstehen Kosten von etwa  500 bis 1100 Euro – oder mehr. Falls die Operation aus medizinischen Gründen erfolgt, etwa weil der Patient durch die Lidfalte nicht mehr alles sieht, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Dazu muss ein Augenarzt den medizinischen Grund feststellen.

Autor/in:

Gespräch mit Christina Sartori; Fachjournalistin

Redaktion:

Monika Kunze

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