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Service Gesundheit: Frühling lässt die Pollen durch die Lüfte fliegen ...
Heuschnupfen lässt viele Menschen leiden
Moderation: Martin Winkelheide
Jetzt geht es los
Hasel- und Erlenpollen fliegen durch die Lüfte, Birke- und Gräserpollen werden folgen, wie jedes Jahr. Dann werden wieder etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland an Heuschnupfen leiden: Niesattacken, juckende Augen, Dauerschnupfen und Atemnot, in schweren Fällen auch Bronchialasthma treten auf, wenn der Körper überreagiert.
Was tun?
Experten betonen, dass es wichtig ist, den Heuschnupfen zu bekämpfen: Dazu gehört zum einen die Behandlung der Allergie-Symptome: Wer an den Symptomen leidet, aber sie nicht behandelt, vergrößert sein Risiko, später an allergischem Asthma zu erkranken. Dieser „Etagenwechsel“, wie Experten es nennen, wenn als Spätfolge einer Pollenallergie auch die Atemwege betroffen sind, und der Patienten an Asthma erkrankt, ist auch der Grund, warum Pollen-Allergiker sich von einem Facharzt behandeln lassen sollten:
Hier kann festgestellt werden, gegen welche Pollen der Körper allergisch reagiert (Hauttest; Bluttest, evtl. Belastungstest). Anhand dessen wird dann festgelegt, ob und wie der Patient „Hyposensibilisiert“ wird: Das Ziel ist, den Körper an diese Pollen zu gewöhnen, damit er nicht mehr „Alarm schlägt“, wenn sie durch die Lüfte fliegen. Dazu werden dem Patienten über einen mehrjährigen Zeitraum in regelmäßigen Abständen genau diese Pollen zugeführt – per Spritze oder Tablette, in sehr geringen Mengen.
Wer gegen Gräser allergisch ist, kann sich auch per Tablette hyposensibilisieren lassen: Mittlerweile ist die Tablette auch für Kinder ab 5 Jahren zugelassen. Es gibt jedoch noch keine Erfahrungen mit dieser Tablette bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit über einen langen Zeitraum (mehrere Jahre).
Schwangere sollten sich unbedingt von ihrem Arzt beraten lassen, welche Medikamente sie nehmen können - und welche nicht.
Was tun – jetzt
- Gegen die typischen Symptome wie Niesen, Augenjucken etc. helfen sogenannte Anti-Histaminika (Tabletten, Spray, Tropfen): Sie schwächen die Abwehr-Reaktion des Körpers. Früher machten diese Medikamente sehr müde, das soll bei den neueren Präparaten nicht mehr so sein, stellte Stiftung Warentest fest.
- Bei sehr starken allergischen Reaktionen kann der Arzt auch Kortison-haltige Präparate verschreiben.
- Juckende Augen kann man durch anti-allergische Augentropfen beruhigen.
- Die verstopfte Nase wird durch abschwellende Nasentropfen wieder frei – doch diese dürfen nicht länger als 10 Tage angewendet werden.
- So genannte Mastzellstabilisatoren müssen vorbeugend genommen werden (zwei bis drei Wochen im Voraus), um die Symptome zu lindern: sie sind nicht geeignet, um aktuelle Beschwerden zu lindern.
Einige weitere Tipps:
Haare waschen vor dem zu Bett gehen: Entfernt die Pollen aus den Haaren.
In der Stadt: Nicht abends, sondern morgens lüften – da ist die Pollen-Konzentration geringer. Auf dem Land: Abends lüften, nicht morgens.
Täglich Staub saugen verringert die Pollenbelastung in der Wohnung.
Autor/in:
Gespräch mit Christina Sartori
Redaktion:
Ruth Schulz






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