Donnerstag, 24.05.2012

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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 16.03.2010, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Auf der didacta sitzen zwei Kinder am Computer; Rechte: WDR

 Früh übt sich

Service Bildung: Digitales Lernen

Neue Trends auf der didacta

Moderation: Franz-Josef Hansel

Heute ist in Köln die didacta gestartet - die größte Bildungsmesse Europas, die neue Lern- und Lehrtrends für Kindergärten, Schulen, Hochschulen und für Aus- und Weiterbildung präsentiert. Ein Schwerpunkt der didacta ist der Einsatz von Medien.

Wie digital ist die Lehre?


Besonders fortschrittlich sind die Hochschulen. Viele Universitäten und Fachhochschulen bieten schon ganze Vorlesungen im Netz an, ganz vorne ist etwa die berühmte Uni Stanford. Aber auch deutsche Hochschulen wie die RWTH Aachen stellen Vorlesungen ins Internet. An Schulen sieht das noch anders aus. Da geht es eher um die Frage, wie digitale Medien in den Unterricht integriert werden können.

Welche Möglichkeiten gibt es da?


Präsentiert wurden auf der didacta zum Beispiel die „Whiteboards“ – also weiße Tafeln, die interaktive Unterrichtsmethoden ermöglichen. Einige Schulen haben diese Boards schon angeschafft, zum Beispiel gibt es in Berlin eine Schule, die nur damit unterrichtet. Diese Whiteboards lassen sich von den Schulen ganz unterschiedlich einsetzen: Zum Beispiel können Schüler und Lehrer ganz ohne Stift und Kreide direkt darauf schreiben und die Inhalte auch den Schülern für ihren PC zur Verfügung stellen. Viele Lehrer finden das sehr praktisch, weil sie Tafelbilder zu Hause vorbereiten und speichern können, die sie dann den Kindern zur Verfügung stellen.

Braucht mein Kind also einen Computer?


In einigen Schulen wird schon im Klassenzimmer viel mit dem Computer gearbeitet. Lehrer haben so die Möglichkeit, Aufgaben zu entwickeln, die speziell auf das Leistungsniveau der Kinder abgestimmt sind. Andere nutzen im Unterricht Tafeln, mit denen Schüler interaktiv und spielerisch Aufgaben bewältigen können. Wie weit Schulen sind, liegt daran, wie viel Geld sie zur Verfügung haben und wie Technik affin das Kollegium ist.

Welche Kosten entstehen?


Für Whiteboards können zum Beispiel Kosten von einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro anfallen. Deutlich günstiger sind Übungsprogramme für einzelne Fächer, die auch mithilfe des Computers gelöst werden können. Da gibt es zum Beispiel Lösungen für einzelne Klassen oder für die ganze Schule, aber auch da variieren die Preisspannen. Oft gibt es aber die Möglichkeit, solche Dienste zunächst einen Monat lang zu testen.

Kostenlose Angebote


Viele Verlage geben zu ihren Lehrbüchern kostenlose CDs oder DVDs heraus. Speziell für Nordrhein-Westfalen gibt es ein Online-Angebot für Lehrer, bei dem unterschiedliche Lernmaterialien heruntergeladen werden können. Der Dienst heißt „Edmond“ und wird von kommunalen Medienzentren zur Verfügung gestellt. Lehrer können sich einen Zugang geben lassen und problemlos Unterrichtsmaterialien herunterladen.

Selbsthilfe


Eine andere Möglichkeit, an Informationen zu kommen, ist die Plattform, „4Teachers“. Das ist ein Portal im Internet, in dem Lehrer Unterrichtsmaterialien austauschen können. Rund 600.000 Lehrer nutzen die Seite inzwischen, manche Materialien werden um die 11.000 Male heruntergeladen. Das allein macht den Unterricht zwar noch nicht digital – aber es ist eine gute Recherchemöglichkeit für Lehrer.

Ohne Internet - verloren?


Je besser sich Lehrer mit Internet und Computer, desto mehr können sie im Unterricht anbieten, was Schüler anregt und den Unterricht interessanter gestalten. Und Schüler lernen, wie sie spielerisch mit dem Computer umgehen können und erwerben so auch Kompetenzen, wie man recherchiert und die digitalen Medien einsetzt. Interessant in diesem Zusammenhang: Viele Schüler können zwar mit dem Computer spielen, mit Youtube umgehen und kennen sich in sozialen Netzwerken wie Facebook aus. Aber sie müssen passen, wenn sie einen Brief oder eine Bewerbung schreiben müssen.

Wann kann ich die didacta besuchen?


Die didacta läuft noch bis zum kommenden Samstag. Eine Tageskarte kostet 14,90 Euro, ein Ticket für einen halben Tag 9,00 Euro und eine Dauerkarte 31,00 Euro.

 

Autor/in:

Britta Mersch

Redaktion:

Angelika Böhrke

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