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Service Computer: Es muss nicht immer Google sein
Wie sucht man im Internet am besten?
Moderation: Franz-Josef Hansel
Suchen im Internet – das verbinden die allermeisten Nutzer mit der Suchmaschine des Internet-Riesen „Google“. Aber das muss nicht sein. Wer der Sammelwut der Datenkrake Google wenigstens ab und zu aus dem Wege gehen will, der findet im Netz auch Alternativen.
Gesucht … gefunden
Eine Suchmaschine durchsucht bei einer Suchanfrage nicht das ganze Internet. Das würde viel zu lange dauern. Eine Suchmaschine durchsucht in Windeseile ihren eigenen Katalog, den so genannten „Index“, eine Art Stichwortregister. Was nicht in diesem Index steht, kann die Suchmaschine nicht finden. Den Index erzeugt die Suchmaschine völlig selbsttätig. Dazu sind Computerprogramme, so genannte „Crawler“ im Internet unterwegs und durchforsten es auf neue Seiten, Veränderungen und Löschungen. Bei jedem Besuch eines Crawlers auf einer Webseite macht dieser eine Kopie der Seite zum Zeitpunkt des Besuchs. Diese Kopie wird im „Cache“-Speicher der Suchmaschine gespeichert. Gespeichert wird aber noch mehr: Bei jeder Suchanfrage wird festgehalten, was da wann von wem gesucht wurde. Lässt sich feststellen, wer der Nutzer hinter einer Suchanfrage ist, wird die Suche diesem Nutzer zugeordnet. Sucht ein Surfer z. B. bei Google und ist er gleichzeitig noch bei Google eingeloggt (z. B. weil vorher E-Mails bei Google Mail abgerufen wurden), dann kann Google die Suchanfrage dem Nutzer zuordnen. Auf diese Weise entsteht ein immer exakteres Profil des Nutzers.
Öfters mal wechseln
Die Datensammelwut von Suchmaschinen wie Google lässt sich nicht stoppen – man kann den Machern ihr Geschäft aber ein wenig erschweren. Dazu drei Tipps:
Tipp 1: Alle paar Tage die Suchmaschine wechseln. Alternativen zu Google sind etwa „Bing“ oder „Yahoo“.
Tipp 2: Alternative Suchmaschinen nutzen (Links siehe unten).
Tipp 3: Beim Suchen auf keinen Fall in einem sozialen Netzwerk oder beim Anbieter der Suchmaschine eingeloggt bleiben.
Über-Suchmaschinenxx Neben den regulären Suchmaschinen selbst gibt es auch so genannte „Meta-Suchmaschinen“. Eine Suchanfrage wird dort gleich an mehrere Suchmaschinen geschickt. Vorteil: Die Suchergebnisse sind u. U. treffender und es werden keinerlei Daten gespeichert. Für den eigentlichen Suchmaschinen-Betreiber (z. B. Google) bleibt der Nutzer hinter der Anfrage unsichtbar. Beim Suchen über eine solche Meta-Suchmaschine lässt sich außerdem auch einstellen, welche Suchmaschinen für eine Anfrage genutzt werden sollen. Die bekannteste Meta-Suchmaschine heißt „Metager“ und wird vom Suchmaschinenlabor der Uni Hannover betrieben.
Gegen-Google
Zur Zeit läuft weltweit ein Projekt, bei dem die Macher eine ganz eigene, freie Suchmaschine auf die Beine stellen wollen. Es heißt „YaCy“. Das Besondere daran: Die Suche soll nicht auf einem zentralen Server stattfinden sondern bei allen angeschlossenen Mitgliedern stattfinden. Um mitzumachen, muss man auf einem Computer innerhalb des eigenen Netzwerkes die freie und kostenlose Software installieren. Es entsteht dann ein lokaler Suchindex, mit dem man die Datenspeicher der eigenen Computer durchsuchen kann. Die globale Suchfunktion entsteht im Endeffekt dadurch, dass alle lokalen Suchindizes der einzelnen Teilnehmer zusammen durchsucht werden. Noch ist YaCy von Suchmaschinen wie Google oder Bing weit entfernt – die Leistung verbessert sich aber stetig.
So sucht man richtig
Alle Suchmaschinen lassen sich durch die Verwendung bestimmter Zeichen oder Begriffe beeinflussen. So fördert z. B. die Eingabe von «WDR Leonardo Computer» Seiten zutage, die mit den drei Begriffen zu tun haben. Gibt man hingegen ein «WDR Leonardo –Computer» wird der letzte Begriff ausgeschlossen. Es werden somit nur Ergebnisse angezeigt, die die beiden ersten Begriffe, nicht aber den dritten enthalten.
Die Eingabe «“Weihnachten am Meer“» (mit Anführungszeichen!) zeigt Ergebnisse an, bei denen alle Begriffe in genau der eingegeben Reihenfolge vorkommen. Mehr Infos zur Beeinflussung der Suche findet man auf den Hilfeseiten fast jeder Suchmaschine.
Autor/in:
Livegespräch mit Michael Stein
Redaktion:
Joachim Hecker





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