Donnerstag, 24.05.2012

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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 12.12.2011, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Eine Fahrradfahrerin kämpft sich durch den Schnee; Rechte: dpa

 Radfahren im Winter macht Spaß

Service mobil: Radeln im Winter

Moderation: Marija Bakker

Einfach anfangen

Radfahren zu jeder Jahreszeit wird sehr schnell zur liebgewonnen Routine. Gerade Herbst, Winter und Frühjahr haben einen ganz besonderen Reiz, denn die Landschaft verändert sich von Tag zu Tag. Herbstlicher Nebel, plötzlich Reif im Licht der ersten Sonnenstrahlen, dann melancholisches Grau in Grau oder weißer Puder, der alles überdeckt. Das sieht wunderschön aus und ist Futter für Auge und Seele.

Schöne Strecke schlägt kurze Strecke

Hier lohnt es sich, ein wenig zu tüfteln. Helfen können Fahrradstadtpläne auf Papier, diverse Internetangebote (OpenCycleMap, openrouteservice.org, naviki.org, Radroutenplaner NRW) und natürlich Tipps anderer Alltagsradler. Im Zweifel für eine schönere, stressfreie Strecke ruhig einige Kilometer Umweg in Kauf nehmen. Im besten Fall kommt dann auf dem Arbeitsweg fast Urlaubsstimmung auf. Ein schöner Herbstmorgen entschädigt für manchen Nerv im Büro.

Weder schwitzen noch frieren

Die kalte Jahreszeit hat einen entscheidenden Vorteil: Es ist kalt. Also nicht zu viel anziehen, beim Losfahren lieber etwas frieren. Eine Kombi aus langärmeligem Shirt und Fleece-Weste hat sich sehr bewährt, weil man dann nicht so schwitzt und die Weste bei Bedarf noch aufmachen oder ausziehen kann. Wenn's kälter und nasser ist, hilft eine Jacke mit Reißverschlüssen unter der Achseln. Beim Tempo lieber einen Tick langsamer, dann schwitzt man – mit den richtigen Klamotten - so gut wie gar nicht.

Sicher und sichtbar

An erster Stelle steht im Winter die gute Sichtbarkeit. Unter den Lichtmaschinen ist der Nabendynamo fast konkurrenzlos (er rutscht nicht durch wie die alten Seitenläufer) am besten kombiniert mit einem LED-Scheinwerfer. Komplette Umrüstsets (Vorderrad mit Nabendynamo, Scheinwerfer mit Schalter, Kabel) gibt es schon für 60 bis 100 Euro. Viele setzen auch auf anklemmbare Akkulichter, die streng genommen allenfalls als Zusatzbeleuchtung erlaubt sind. Zusätzlich verbessern Reflektorenbänder an Armen und Beinen die Sichtbarkeit im Verkehr. Seit dem letzten schneereichen Winter ist die Nachfrage nach Spike-Reifen im Fachhandel sprunghaft angestiegen. Es gibt unterschiedliche Modelle, Voll-Spike-Reifen und Reifen mit Spikes nur an den Seitenlaufflächen. So gut wie alle Reifenmodelle sind mit Reflektorenstreifen ausgestattet. Für ein Paar Winterreifen sind zwischen 50 und 100 Euro zu veranschlagen.

Alle Wetter, das Fahrrad

Zu den weiteren Extras für die Winterausrüstung gehören eine Helmmütze, wasserdichte Handschuhe und Überschuhe. Sie schützen vor dem Auskühlen durch den mitunter eisigen Wind. Einfache Überschuhe sind aus Nylon. Sie halten die Schuhe sauber und trocken. Überschuhe aus Neopren halten die Füße warm.

Autor/in:

Agnes Handwerk

Redaktion:

Martin Gent

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