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Schütteln hilft
Die Leonardo-Schütteltaschenlampe braucht Bewegung. Damit sie Strom erzeugt, muss sich in ihrem Innern ein magnetischer Bolzen in einem geschlossenen Rohr durch eine Kupferspule bewegen. Deshalb muss sie geschüttelt werden. Denn dann wird der Bolzen hin und hergeschossen. Jedes Mal, wenn er die Spule durchquert, entsteht Strom.
Parabel geflogen
Das ist auf der Erde so und auch im Weltall – jedenfalls in der Schwerelosigkeit. Das hat Leonardo testen lassen. Ein Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, kurz, hat eine original Leonardo-Schütteltaschenlampe auf einen sogenannten Parabelflug mitgenommen. Solche Flüge werden mit umgebauten Passagierflugzeugen übernommen. Sie steigen besonders steil auf, drosseln, wenn sie oben sind, die Triebwerke und lassen sich dann ein Stück ansinken. Dann sind sie für 22 Sekunden schwerelos. Das können Forscher für Experimente nutzen – oder Schüttellampentester für Antworten auf Kleine Anfragen.
Praktisch erprobt
Mit dem Schütteln in der Schwerelosigkeit hat es prima geklappt. Auch in der Schwerelosigkeit lässt sich der Magnetbolzen in der Lampe bestens durch die Spule schießen. Er kann nicht weg, denn er ist seitlich sowie vorne und hinten von der Röhre umschlossen. Man muss die Lampe beim Schütteln nur gut festhalten, sonst saust sie wie ein Wurfgeschoss durchs Flugzeug.
Völlig losgelöst
Allerdings hat es den Tester vom DLR auch geschüttelt – und zwar heftiger als auch der Erde. Denn die Erdanziehungskraft, die ihm auf der Erde einen festen Stand und damit Halt beim Schütteln gibt, fehlte in der Schwerelosigkeit.
Autor/in:
Rainer B. Langen
Redaktion:
Martin Gent
Kleine Anfrage: Funktioniert die Schütteltaschenlampe auch in der Schwerelosigkeit?






![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)






