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Die Zwiebel hat einen schlechten Ruf. Manche finden, dass Sie übel riecht und Mundgeruch verursacht. Vor allem aber bringt sie viele zum Weinen. Aber wirklich abschreckend ist das anscheinend nicht: Die Zwiebel ist nach der Tomate das liebste Gemüse der Deutschen – ob roh, gedünstet oder gebraten. Tatsächlich bringt die Zwiebel allein niemanden zum Weinen. Aber sobald eine Zwiebel angeschnitten wird, entweicht ein Gas, das unsere Augen reizt. Was kann man nun dagegen tun? Warum Zwiebeln uns auf die Tränendrüse drücken und welche Tipps und Tricks tatsächlich dagegen helfen hat die Kleine Anfrage ausprobiert. Zwiebeldämpfe: Eine chemische Reaktion
Wer kocht, der weiß, Zwiebeln schneiden bringt uns zum Weinen. Ein Schnitt und aus den Zellen der Knolle entweichen Stoffe. Diese steigen auf und lassen unsere Augen tränen: Jede Zelle der Zwiebel hat eine äußere und eine innere Zellschicht in der jeweils zwei unterschiedliche Stoffe enthalten sind. Wird die Zwiebel aufgeschnitten, kommen die beiden Stoffe zusammen, die sonst durch die Zellschicht getrennt sind. Bei diesem chemischen Vorgang entsteht ein Reizgas, das uns zu Tränen rührt und die Nase laufen lässt.
Tipp 1: Wasser
In der Natur schützt dieser raffinierte Mechanismus die Zwiebel vor Fressfeinden. Aber in der Küche gibt es nur eine kurze Schonfrist. Es gibt viele Tipps und Tricks gegen Zwiebeltränen. Oft liest man, dass ein Schluck Wasser im Mund hilft. Durch das Wasser kommen die Zwiebeldämpfe schlechter in den Mund, um die Schleimhäute zu reizen. Außerdem bindet das Wasser auch kurzfristig einen Teil des reizenden Zwiebelgases, das dann nicht mehr zu den Augen vordringen kann. Deshalb sollten beim Schneiden auch Messer und Brett angefeuchtet werden.
Tipp2: Kälte
Ein guter Rat ist weiter die Zwiebel vor dem Schneiden mit kaltem Wasser abzuspülen oder ein paar Minuten in den Kühlschrank zu legen. Dann ziehen sich die Zwiebelporen zusammen und es entweichen weniger lästige Dämpfe.
Tipp3: Sitzen
Wichtig ist auch, den Kopf nicht direkt über der Zwiebel zu halten. Denn die Dämpfe steigen senkrecht nach oben. Am Besten lassen sich Zwiebeln also im Sitzen schneiden. Wer absolut keine Träne verdrücken will, muss dann aber doch auf die Taucherbrille mit Nasenschutz zurückgreifen.
Autor/in:
Martin Gent
Redaktion:
Annika Zeitler






![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)






