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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 11.11.2009, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Symbolbild Computer; Rechte: mauritius images

 Service Computer

Service Computer: Videos für das Internet produzieren

Moderation: Franz-Josef Hansel

Die Idee

Videos gehören im Internet inzwischen zum Alltag. An jeder Ecke im Internet gibt es inzwischen bewegte Bilder zu sehen. Nicht nur bei „Youtube“ und „Google“ gehören Videos zum festen Bestandteil der Seite. In Blogs und auf privaten Webseiten zeigen Menschen, was sie für zeigenswert halten. So vielfältig das Gezeigte ist, so unterschiedlich ist auch die technische und inhaltliche Qualität. Mit ein paar Grundlagen und etwas praktischer Erfahrung sind gute Videos kein Problem. Dazu gehört auch die richtige Ausrüstung: Kamera, Mikrofon, Licht bis hin zur Software für die Nachbearbeitung. Bevor die Kamera in die Hand genommen wird, sollte jeder Filmemacher schon eine genaue Vorstellung haben, was für eine Geschichte er erzählen will.

Die Technik

Für den Anfang reicht eine einfache Digitalkamera völlig aus. Da sollte man darauf achten, dass man mit dem Gerät gut klar kommt und die Kamera richtig in der Hand liegt. Bei vielen Modellen wird inzwischen leider auf einen Sucher verzichtet, was aber bei hellem Sonnenschein das Filmen schwer macht. Als Format ist „Mini-DV“ immer noch eine gute Wahl, aber auch Festplatten und Speicherkarten bieten sich hier an. So lassen sich bereits ansprechende Bilder machen und mit einem Stativ vermeidet man verwackelte Aufnahmen. Oft ist der Ton nicht besonders gut, da die eingebauten Mikrofone sich nicht ausrichten lassen und auch Nebengeräusche aufnehmen. Vor allem die preisgünstigen Kameras haben keine Möglichkeit, ein externes Mikrofon anzuschließen. Eine gute Möglichkeit ist der zusätzliche Einsatz eines Rekorders für die Aufnahme von Tönen und Interviews. Bild und Ton werden dann beim Schnitt am Computer wieder zusammengesetzt.

Für die Bearbeitung reicht der „Mediaplayer“ von Windows völlig aus. Wer mehr von einem Schnittprogramm erwartet, der findet Software für unter 100 Euro mit allen wichtigen Funktionen.

Der fertige Film kann dann bei einem der großen Portale wie „Youtube“ oder „Google“ hochgeladen werden. Um diese Inhalte auf der eigenen Seite zu zeigen, wird ein entsprechender Link gesetzt. Wer genug Platz bei dem Betreiber der eigenen Internetseite gebucht hat, kann die Videos dort auch direkt ablegen, aber er muss noch einen Player in seine Seite einbinden.

Hochauflösendes

Inzwischen werden bereits Kameras für etwa 1.000 Euro angeboten, die hochauflösende Bilder aufnehmen. Auch einige Digitalkameras und Handys arbeiten mit dem Format. Das Material kann man anschließend sehr gut an einem geeigneten Fernseher abspielen. Der von den Unternehmen durchgesetzte Standard ist „AVCHD“. Wer hier aufwendigere Filme schneiden möchte, muss allerdings mit weiteren Kosten rechnen. In der Regel ist ein neues Schnittprogramm fällig und der Rechner sollte einen Prozessor mit mehreren Kernen haben. Viele Videoportale im Internet arbeiten inzwischen mit hochauflösenden Filmen, wenn auch manchmal mit technischen Einschränkungen bei der Übertragungsrate.

Das Handwerk

Wer eine kleine Geschichte erzählen will, der sollte auf jeden Fall einige der so genannten journalistischen „W-Fragen“ beantworten. Für den Anfang reichen: Was? Wer? und: Wo? Auf diese Fragen sollte der Film eine Antwort geben. Richtige Videojournalisten arbeiten gerne mit der so genannten „5-Shot-Technik“, also mit fünf unterschiedlichen Kameraeinstellungen. Dabei folgen die Aufnahmen der menschlichen Wahrnehmung. Gefilmt wird von verschiedenen Standpunkten mit verschiedenen Einstellungsgrößen: Person mit Umfeld, Gesicht, Hände, eine ungewöhnliche Perspektive und eine Aufnahme mit besonderen Bildern.

Fazit

Moderne Technik macht es möglich und wer Spaß am Drehen von Videos hat, der sollte einfach mit dem Ausprobieren beginnen. Vorsichtig sollte man nur beim Einsatz von Musik sein, denn hier werden auch bei Internet-Veröffentlichungen Gebühren an die GEMA fällig. Inzwischen gibt es im Netz aber auch lizenzfreie Musik, die Videofilmer kostenfrei einsetzen dürfen. Für den Anfang reichen die digitale Videokamera im Schrank und eine gute Idee vollkommen aus. Wer Spaß an der Sache hat, kann anschließend weiter in Technik und Software investieren.

Autor/in:

Michael Voregger

Redaktion:

Joachim Hecker

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