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Die Kleine Anfrage: Welche Mobilfunkstrahlen verursachen die höchste Strahlenbelastung?
Moderation: Martin Winkelheide
Welche Mobilfunkstrahlen verursachen die höchste Strahlenbelastung? Wer die Erdkugel nachts aus dem All beobachtet, erkennt die Industrieländer unschwer an ihrem Lichtermeer. Doch das ist nichts verglichen mit den ganzen elektromagnetischen Wellen, die der Mensch losschickt. Mit Spezialkameras betrachtet, wäre die Erde wohl in einen dichten "Äthernebel" gepackt. Möglicherweise hat die elektromagnetische Strahlung Folgen für die Gesundheit. Viele Menschen sorgen sich vor allem um jene Strahlung, die mit der Nutzung des Handys zusammenhängt. Doch was verursacht dabei die höchsten Strahlenwerte? Die Sendeanlagen auf den Häusern oder das eigene Handy am Ohr? Und wie kann ich mich gegebenenfalls schützen?
Welche Folgen die Mobilfunkstrahlung auf längere Sicht haben könnte – das lässt sich noch nicht so genau sagen, denn dafür ist der Mobilfunk schlicht noch zu jung. Bisherigen Studien liegt nur ein Beobachtungszeitraum von 10 Jahren zugrunde, und für diesen Zeitraum konnte man keine negativen Effekte auf die Gesundheit feststellen. Doch gerade Intensivtelefonierer werden weiterhin beobachtet, in ungefähr fünf Jahren sollen neue Ergebnisse vorliegen.
Langzeitfolgen unbekannt
Welche Folgen die Mobilfunkstrahlung auf längere Sicht haben könnte – das lässt sich noch nicht so genau sagen, denn dafür ist der Mobilfunk schlicht noch zu jung. Bisherigen Studien liegt nur ein Beobachtungszeitraum von 10 Jahren zugrunde, und für diesen Zeitraum konnte man keine negativen Effekte auf die Gesundheit feststellen. Doch gerade Intensivtelefonierer werden weiterhin beobachtet, in ungefähr fünf Jahren sollen neue Ergebnisse vorliegen.
Wie kann ich mich schützen?
Der beste Schutz ist das eigene Telefonierverhalten. Denn viel stärker als Mobilfunkmast, WLAN-Netz und Co. strahlt das eigene Handy, direkt am Ohr beim Telefonieren. Heißt: Kürzer telefonieren, mehr SMS schicken, wenn möglich ein Headset benutzen.
Außerdem lohnt es, sich schon beim Kauf für ein strahlungsarmes Handy zu entscheiden: Das erkennt man am so genannten SAR-Wert, der spezifischen Absorptionsrate. Die gibt an, wie viel Energie in den Kopf einstrahlen kann. Empfohlen wird ein Wert unter 0,6 Watt pro Kilogramm – nur zur Orientierung: das aktuelle Iphone 4 strahlt mit einem SAR-Wert von knapp 1,1 fast doppelt so stark.
Sonstige Schutzmaßnahmen
Außerdem kann man seine Wohn- und/oder Schlafräume abschirmen, zum Beispiel durch Abschirmgardinen mit eingewebten Metallfäden, Untertapeten mit Metallgewebe, transparente Fensterfolien oder metallische Fliegengitter. Wichtig ist, dass ein „geschlossener Käfig“ entsteht und keine Einfallsportale, wie zum Beispiel Fenster, vergessen werden. Bei Neubauten kann ein engmaschiges Armierungsgewebe schon beim Bau in die Wand eingearbeitet werden.
Wer jedoch nur seinen eigenen Schlafplatz oder vielleicht ein Babybett schützen möchte, sollte sich für eine Art metallenes Moskitonetz entscheiden, dass wird, wie in den Tropen, einfach über dem Bett angebracht und schirmt rundherum ab.
Finger weg von…
Wenig empfehlenswert sind dagegen spezielle Handytaschen aus Kupfervlies – dadurch muss das Handy nur stärker strahlen. Auch von Biophotonenmatten oder -pyramiden, die das Raumklima positiv beeinflussen und so vor Elektrosmog schützen sollen, raten Experten ab. Weitere Infos zur Abschirmung und seriöse Anbieter hat das Bayrische Umweltministerium in der Broschüre: „Schirmung elektromagnetischer Wellen im persönlichen Umfeld“ zusammen gefasst.
Autor/in:
Sonja Kolonko
Redaktion:
Martin Gent






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