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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 11.03.2010, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Schlafende Frau, Nutalla-Brötchen und Wecker; Rechte: picture-alliance/dpa

 Schlank im Schlaf

Die Kleine Anfrage: Nimmt man durch durch nächtliches Atmen ab?

Moderation: Martin Winkelheide

In der Regel ist man morgens nach dem Aufwachen leichter als am Abend zuvor. Der Gewichtsschwund ist keine Täuschung, man verliert nachts tatsächlich Gewicht, leider aber vor allem Wasser. Im Durchschnitt einen halben bis einen Liter, allein durch Atmen und Schwitzen. Man verdunstet das Wasser regelrecht, zum Beispiel über die Lunge, die eine sehr große Oberfläche hat. Die Lungenzellen sind ständig von Flüssigkeit bedeckt und die verdunstet nachts über die Atmung.

Der Körper braucht Energie – auch nachts

Natürlich verbrennt man nachts auch Kalorien, aber gerade mal so viele, um die Körperfunktionen während des Schlafes aufrecht zu erhalten. Jeder Körper hat einen Energiebedarf, bei jedem Menschen ist er ganz unterschiedlich, je nachdem wie alt man ist, ob Mann oder Frau, wie groß und wie schwer. Deshalb hat man einen so genannten Grundumsatz errechnet. Das ist der durchschnittliche Energiebedarf eines Körpers, um in absoluter Ruhe seine Funktionen zu erhalten – dafür werden Fett, Eiweiße und Kohlenhydrate verbrannt.

Verbrennung auf einem Minimum

Nachts vor allem Fett, allerdings nicht besonders viel. Ein Mann, der 70 Kilo wiegt, braucht in 24 Stunden rund 1500 Kilokalorien, um seine Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Dafür muss er etwa 200 Gramm Fett verbrennen. Wenn man das auf acht Stunden Schlaf runterrechnet, kommt man auf 60 bis 70 Gramm Fett, die man nachts verbrennt. Das ist aber eine vergleichsweise kleine Menge, die man auch bei einem einstündigen Waldspaziergang verbrennen kann. Auch Menschen, die besonders wild und bewegt schlafen, verbrennen leider nicht viel mehr Fett in der Nacht.

Bewegung ist effektiver als schlafen

Wer wirklich dauerhaft abnehmen möchte, aber keine Lust hat, seine Ernährung zu ändern, muss auf das gute alte Mittel Bewegung zurückgreifen. Wer sich mehr bewegt verändert auf Dauer seine Körperstruktur, hat mehr Muskelmasse und weniger Fett. Dadurch verändert sich langsam auch der Stoffwechsel und als netter Nebeneffekt trainiert man sein Herz-Kreislaufsystem. Schlafen sollten Sie natürlich trotzdem weiter, ist ja schließlich gesund. Nur den Abnehm-Traum müssen Sie vergessen. Wäre ja irgendwie auch zu einfach.

Autor/in:

Marlis Schaum

Redaktion:

Martin Gent

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