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Service Gesundheit: Welche Zahnpasta ist die richtige?
Ein Blick auf die Verpackung lohnt sich
Moderation: Marija Bakker
Zahncremes sollen wahlweise gegen Karies und Parodontose helfen, empfindliche Zahnhälse schützen oder die Zähne strahlend weiß machen. Das verspricht die Werbung. Aber welche dieser Versprechen lassen sich halten? Und welche Zahncreme sollte man wählen?
Zahnärzte raten ihren Patienten, bei der Wahl einer Zahnpasta unter anderem auf den richtigen Fluoridgehalt zu achten. Wichtig ist aber auch der RDA-Wert. Er gibt an, wie stark die Schmirgelwirkung des jeweiligen Produktes ist. Beide Angaben stehen auf der Tube oder auf der Verpackung.
Putzkörperchen holen Beläge herunter
In jedem Fall lohnt es sich, auf die Inhaltstoff zu achten. Wichtig sind vor allem die Abrasionsstoffe, die sich in ihrer Form, Härte und Größe unterscheiden und so unterschiedliche Schleifwirkungen erzielen. Die auch als Putzkörperchen bezeichneten Stoffe holen die Plaque vom Zahnschmelz, tragen allerdings auch Dentin, also Zahnbein ab. Normalerweise ist das Dentin durch Zahnschmelz oder Zahnfleisch geschützt. Zieht sich das Zahnfleisch zurück, ist das weiche Dentin den schmirgelnden Putzkörpern allerdings schutzlos ausgesetzt.
Informationen auf der Verpackung
Wie stark die Schmirgelwirkung ist, zeigt der der RDA-Wert. Einige Hersteller schreiben ihn auf die Verpackung. Man findet die Werte aber auch im Internet – unter anderem auf den Seiten der jeweiligen Hersteller. Damit nichts vom Zahnschmelz oder Dentin abgerieben wird, sollte dieser Wert um die 70 sein. Liegt er zum Beispiel über 100, kann die gesunde Zahnhauptsubstanz geschädigt werden. Gerade die bei Rauchern beliebten Zahnweißzahncremes haben einen hohen RDA–Wert. Mit denen in dieser Zahnpasta enthaltenen groben Schleifkörper schleift man die Verfärbungen regelrecht weg, poliert sich damit aber auch Defekte ein. In der Folge davon kann es zu Schmelz- und Dentinverlust kommen.
Fluoride gegen Karies
Fast alle Zahnpasten enthalten auch Fluoride. Fluoride sind Salze, die zum Beispiel in Form von Natriumfluorid, Aminfluorid oder Zinnfluorid den Pasten zugesetzt werden. Sie sollen den Zahnschmelz härten und Karies vorbeugen. Für Erwachsene ist ein Fluoridgehalt von 1000 bis 1500 ppm empfehlenswert, für Kinder reichen 500 ppm. Den Wert findet man ebenfalls auf der Verpackung.
Zahncremes für empfindliche Zähne
Bei empfindlichen Zähnen oder Defekte im Zahnhalsbereich empfehlen Zahnärzte eine sensitive Zahnpasta. Bei diesen Patienten haben sich im Dentin feinste Mirkokanälchen entwickelt, die diese spezielle Zahnpasta verstopft. Die Reizweiterleitung auf den Zahnnerv ist somit gestoppt. Heiße, kalte, saure oder süße Speisen sind dann hoffentlich kein Problem mehr.
Gutes Putzen ist entscheidend
Eine gute Zahncreme alleine reicht nicht. Wer gesunde, weiße Zähne haben will, muss regelmäßig putzen – jeweils mindestens zwei Minuten lang. Die Zahnzwischenräume sollten mit Zahnseide oder Spezialbürsten gereinigt werden. Einmal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen zu lassen, empfiehlt sich vor allem dann, wenn man ohnedies schon zu Parodontose neigt oder wenn die Zähne wegen einer Fehlstellung nur sehr schwer zu reinigen sind.
Autor/in:
Dorothea Brummerloh
Redaktion:
Monika Kunze





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