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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 10.12.2009, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Pinguine im Weihnachtsmannkostüm; Rechte: dpa

 Die Kleine Anfrage

Die Kleine Anfrage: Wie schützen sich Tiere mit wenig Fell vor Kälte?

Moderation: Franz-Josef Hansel

Wenn es draußen kühl wird, zieht der Mensch sich dick an. Kleidung steht den Säugetieren nicht zur Verfügung, aber sie verfügen über eine ganze Reihe verschiedener Strategien, um sich vor der Kälte zu schützen.

Verhalten


Rehe und Hirsche z. B. laufen gern über offene Felder und Wiesen. Im Spätherbst und Winter sieht man sie dort allerdings nur selten. Sie ziehen sich ins windgeschützte Dickicht zurück – oft in Rudeln, eng beieinander, um sich gegenseitig zu wärmen.

Winterschlaf/Winterruhe


Tierarten, wie Bären, Murmeltiere oder der berühmte Siebenschläfer, ziehen sich in unterirdische Höhlen oder warme Nester zurück und bleiben dort bis die kalte Jahreszeit vorüber ist. Um Energie zu sparen, senken sie ihre Körpertemperatur ab, verlangsamen Herzschlag und Atmung. Sie drosseln ihren ganzen Organismus, der Körper läuft sozusagen im „Standby-Modus“.

Winterfell


Wildtiere, wie Kaninchen, Hirsche, Wildschweine, Hasen oder Fischotter, legen sich ein dichteres Fell zu – zum Teil verdoppelt sich dabei die Anzahl der Haare sogar. Und sie bekommen eine besonders wärmende Unterwolle. Außerdem plustern sie sich sozusagen auf: Zwischen den Haaren staut sich Luft als isolierendes Polster. Pinguine z. B. wären ohne ihr dichtes Gefieder und das dicke Luftpolster kaum größer als eine normale Taube.

Speckschicht


Viele Tiere fressen sich vorsorglich eine dicke Fettschicht an – das kann bis zu einem Mehrfachen des eigentlichen Körpergewichts gehen – zum Beispiel bei Singvögeln. Dieses Fettpolster schützt gleich doppelt: Einerseits wärmt es die Tiere, auf der anderen Seite schützt es sie aber auch vor dem Verhungern, da sie im Winter wesentlich weniger Futter in der Natur finden. Das gilt auch für Meeressäuger, wie Robben oder Wale, die praktisch überhaupt kein Fell haben, aber eine extrem dicke Fettschicht.

Autor/in:

Ariane Hoffmann

Redaktion:

Martin Gent

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