s
Grundwasser durch Fracking in Gefahr?
Neue Studie aus den USA zeigt Schwierigkeiten
Moderation: Marlis Schaum
"Zwischen den gasführenden Gesteinsschichten und dem Grundwasser, aus dem Trinkwasser gewonnen wird, liegt kilometerweise Gestein. Da kommt nichts durch." - Mit diesem Argument versuchen Fracking-Befürworter Sorgen zu zerstreuen - Kein Argument für Forscher aus den USA. Sie haben in Pennsylvania Grundwasservorkommen untersucht und festgestellt: Zum Teil ist das Grundwasser mit Salzen belastet. Sie stammen sehr wahrscheinlich genau aus den Marcelluston-Schichten, aus denen Schiefergas gewonnen wird. Das Gestein dazwischen ist offenbar durchlässig. Die Versalzung kommt allerdings nicht aus der Gasförderung, sondern besteht anscheinend schon länger.
Die Konsequenz für die Forscher: Wer Brunnen im Grundwasser hat, sollte sein Grundwasser unbedingt testen lassen, bevor Gasförderung begonnen wird. Sonst lässt sich möglicherweise später nicht beweisen, ob die Verunreinigung schon vorher bestand oder eben nicht.
Die Forschergruppe um Avner Vengosh und Robert Jackson von der Duke University in North Carolina hatte bereits im vergangenen Jahr eine vielbeachtete Studie zu Fracking veröffentlicht: Sie konnten in Grundwasserbrunnen den Hauptbestandteil von Erdgas, Methan, nachweisen. Dieses Methan stammt ebenfalls aus dem tiefen Untergrund. Es wurde vor allem in Brunnen nachgewiesen, die in der Nähe von Gas-Förderanlagen liegen, an denen gefrackt wird. Beim "hydraulic fracturing" wird das gashaltige Gestein im Unterrgund aufgesprengt. Dabei wird eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien eingesetzt. Die Chemikalien sind zum Teil giftig und krebserregend.
Autor/in:
Anne Preger
Redaktion:
Detlef Reepen





![Bild: Pfanne mit Atom; Rechte: interfoto/mauritius images/WDR[m]](/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2012/Kuechenexperimente/Foto/KETeaserLogo_160x70.jpg)







