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Die Werbung macht es vor: Statt Tastatur- und Maus-Eingaben werden Textverarbeitung und elektronische Post mit Fingergesten gesteuert. Bei Handys und MP3-Playern gehören berührungsempfindliche Displays schon zum Alltag. Im Bereich der Computer und Notebooks ist diese Technik noch nicht soweit verbreitet. Jetzt hält diese Technik Einzug in die Welt der Computer.
Leonardo schaut sich die neuen Möglichkeiten im "Service Computer"an.
Der Touchscreen kommt
Die Werbung macht es vor: Statt Tastatur- und Maus-Eingaben werden Textverarbeitung und elektronische Post mit Fingergesten gesteuert. Bei Handys und mp3-Player gehören berührungsempfindliche Displays schon zum Alltag. Im Bereich der Computer und Notebooks ist diese Technik noch nicht soweit verbreitet. Jetzt soll der Touchscreen Einzug in die Welt der Computer halten. Mit einer Mischung von Multimediaplayer und Surfbrett über E-Book-Reader bis hin zu PC-Funktionalitäten will auch Apple hier mit dem iPad erfolgreich sein.
Tragbare Rechner
Die so genannten „Tablet-PCs“ gibt es in zwei verschiedenen Bauformen. Da sind die multifunktionalen Notebooks, bei denen sich das Display nach außen drehen lässt. Hier spricht man auch von „Convertible PCs“. Zusammengeklappt bekommt man damit ein digitales Notizbuch. Bei den so genannten „Slates“ ist das Display direkt in den mobilen Rechner integriert. Hier hat man keine Tastatur mehr, sondern einfach ein digitales Klemmbrett. Bei der Bedienung der Geräte gibt es weitere Unterschiede. Die Tablets unterstützen in der Regel die Eingabe mit einem speziellen Stift. Einige haben zusätzlich eine Touchscreen-Oberfläche, die auch die Bedienung mit dem Finger zulässt. Außerdem gibt es Geräte mit „Multitouch“, wo mehrere Finger zum Einsatz kommen. Diese Geräte lassen sich sinnvoll nutzen, wenn unterwegs schnell was notiert werden soll oder man ein paar Skizzen machen muss. Mann kann sich in eine Veranstaltung setzen und direkt auf dem Display mitschreiben. Anschließend lassen sich die Anmerkungen und Notizen am Bürorechner weiterverarbeiten. Computer mit der aktuellen Windows-Version haben eine gute Erkennung der Handschrift. Bisher gehörten die Tablets zu den teuren Rechnern, aber inzwischen haben auch einige der preiswerten Netbooks einen Touchscreen.
Touchscreen auf dem Schreibtisch
Der Touchscreen ist nicht auf tragbare Rechner, wie die „Tablet-PCs“ und „Slades“, beschränkt. Inzwischen gibt es berührungsempfindliche Computermonitore auch für Büro und Freizeit. Neben Tastatur- und Maus-Eingaben werden die Geräte mit Fingergesten gesteuert. So lassen sich per Fingerzeig Bilder drehen, vergrößern oder verkleinern. Neben der geeigneten Oberfläche muss auch die Software die Technik unterstützen. Die Spielerei mit Bildern per Fingerzeig macht Spaß und man kommt zu interessanten Ergebnissen. Der Nutzen für die alltägliche Arbeit liegt dagegen nicht so klar auf der Hand. Briefe oder E-Mails lassen sich zwar mittels des Touchscreens einfach abrufen, aber das Schreiben benötigt mehr Zeitaufwand und Geschick.
Spiel und Spaß
Beim Spielen am Rechner kommt mit dem Touchscreen ein weiteres Eingabegerät hinzu. Die kurzen Wege von Maus oder Tastatur werden durch längere Armbewegungen abgelöst. Der Arm muss ständig angehoben werden und das macht die Wege länger. Liegt der Arm beim Spielen sonst bequem auf dem Tisch, muss er jetzt in Richtung Bildschirm geführt werden. Wenn Maus und Tastatur unmittelbar reagieren, dann tritt mit dem Touchscreen eine Verzögerung ein. Durch die Zusatzwege zum Bildschirm sind schnelle 3D-Shooter, Rennspiele und Jump-and-Runs nicht spielbar. Denkspiele mit gemächlichem Tempo, wie Solitär oder Mahjong, passen dagegen gut zur Steuerung mit den Fingern.
Fazit
Der Touchscreen ist eine interessante technische Entwicklung, aber keine echte Alternative zu Maus und Tastatur. Dabei muss man immer sehen, wofür der Rechner auch wirklich genutzt wird. Büroanwendungen und Tabellenkalkulation sind mit dem berührungsempfindlichen Bildschirm nur schlecht zu bewältigen. Nur bei speziell entwickelten Anwendungen zeigt der Touchscreen seine wirklichen Stärken, und gibt es noch zu wenig entsprechende Angebote.
Autor/in:
Michael Voregger
Redaktion:
Joachim Hecker









