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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 07.10.2011, 16:05 bis 16:50 Uhr
Bild: Studenten in einer Vorlesung; Rechte: WDR

 Restplätze verfügbar?

Service Bildung: Last Minute Studienplatzbörse

Moderation: Martin Winkelheide

Die Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz ist für viele jetzt, zu Beginn des Wintersemesters, die letzte Hoffnung, um noch an einen Studienplatz zu kommen.
Weil sich viele Abiturienten an verschiedenen Universitäten um einen Studienplatz bewerben, kommt es immer wieder vor, dass sie mehrere Studienplätze zugeteilt bekommen. Weil aber nur ein Studienplatz belegt wird, bleiben die anderen oft ungenutzt. Hier soll die Studienplatzbörse helfen, diese in letzter Minute frei gewordenen Plätze doch noch an die Studierwilligen zu verteilen.

Mehr Bewerber als Plätze an den Universitäten und Fachhochschulen

Mehr Studienplatzsuchende als sonst kommen in diesem Jahr auf die Hochschulen und Fachhochschulen zu. Und die verschicken dadurch mehr Absagen als sonst – Studienplätze sind rar. Die Gründe dafür sind, dass in einigen Bundesländern zwei Jahrgänge gleichzeitig Abitur gemacht haben und der Wegfall der Wehrpflicht. Laut Hochschulrektorenkonferenz fehlen für dieses Wintersemester rund 50.000 Studienplätze.

In letzter Minute werden immer wieder Studienplätze frei

Das Problem verschärft sich noch, weil es im Moment keine geordnete Studienplatzvergabe für ganz Deutschland gibt. Deshalb bewerben sich fast alle, die einen Studienplatz suchen, an mehreren Unis gleichzeitig. Wer eine Zusage bekommt, greift in der Regel erst einmal zu und nimmt den Studienplatz an. Manchmal kommen dann aber später noch weitere Zusagen, die attraktiver erscheinen. Manche Studienanfänger entscheiden sich dann kurzfristig um - und so wird der erste Platz wieder frei. Und manchmal haben die Bewerber, die jetzt nachrücken könnten, auch längst einen Platz gefunden, sich dort ein Zimmer gemietet und verzichten deshalb auf den Nachrückplatz. So werden immer wieder Studienplätze auch noch kurz vor Semesterbeginn - und manchmal sogar noch, wenn das Studium bereits angefangen hat - frei. Damit diese Plätze noch auf den Bewerbermarkt kommen, hat die Hochschulrektorenkonferenz eine Studienplatz-Börse im Internet eingerichtet.

Last Minute Studienplätze im Netz

Auf dieser Börse werden solche Studienplätze gebündelt und angeboten. Die meisten Hochschulen stellen hier immer wieder freie Plätze ein, die im letzten Moment wieder zurück gegeben werden. Die Seite der Hochschulrektorenkonferenz konzentriert sich mit ihren Infos darauf, wie Studienplätze vergeben werden, was genau das „Nachrückverfahren“ ist, oder wer sich durch das „Losverfahren“ der Unis Hoffnung machen kann. Das Kernstück dieser Seite ist aber die Suchmaske. Die ist sehr einfach gehalten, so dass die Suche nur wenige Minuten dauert. Interessierte können hier in ganz Deutschland, aber auch in bestimmten Bundesländern mit Angabe des gewünschten Studienganges oder eines Stichwortes einen Überblick über freie Studienplätze bekommen. Auch zwischen Unis und Fachhochschulen kann gewählt werden. Klickt man einen freien Studienplatz an, finden sich sofort die Kontaktdaten, die Mail-Adresse oder Telefonnummer der entsprechenden Stelle an der gefundenen Universität. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch wichtig. Denn wenn das Semester fast schon anfängt oder sogar bereits Vorlesungen laufen, sind die Einschreibefristen sehr kurz. Deshalb ist es ratsam, sofort Kontakt mit der jeweiligen Hochschule aufzunehmen.

Dran bleiben bis nach Semesterbeginn Mitte Oktober

Weil die Hochschulen immer wieder Plätze in diese Börse stellen, lohnt es sich durchaus, dran zu bleiben und alle paar Tage neu zu schauen, ob ein geeigneter Platz vergeben wird. Solange die Unis und Fachhochschulen Plätze melden, bleibt die Börse geöffnet. Erst Ende Oktober ist dann für dieses Wintersemester endgültig Schluss. Im März wird die Suchmaschine dann wieder für das kommende Sommersemester frei geschaltet.

Autor/in:

Ingeborg Sahm

Redaktion:

Angelika Böhrke

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