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Noch immer entscheiden sich weniger Frauen als Männer für eine Karriere in den Ingenieur- oder Naturwissenschaften. Mit unterschiedlichen Initiativen sollen Mädchen und Frauen deshalb für Berufe in diesen Bereichen begeistert werden. Vor allem geht es darum, dass die Mädchen selbst viel ausprobieren und sich spielerisch einem Thema annähern, für das sie sich vielleicht auf den ersten Blick gar nicht begeistern würden.
Die Südschule in Düren zum, Beispiel, hat bei einer Projektwoche eine Experimentierwoche zum Thema „Wasser“ ins Leben gerufen, die sich nur an Mädchen aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen richtete. Dafür wurde die Schule mit einem Preis ausgezeichnet. Wie so ein praktischer Unterricht aussehen kann und wie die Mädchen davon profitieren, das hat sich Britta Mersch an der Südschule in Düren angesehen.
Gibt es die typischen Männer- und Frauenberufe tatsächlich noch?
Leider ja. Das zeigen zum Beispiel die Studentenzahlen. Noch immer entscheiden sich viel mehr Männer als Frauen für ein Studium in den Natur- oder Ingenieurwissenschaften. Ein Beispiel: Im Wintersemester 2010/11 waren deutschlandweit rund 50.000 Studenten im Fach Maschinenbau eingeschrieben. Nur etwa 5500 von ihnen waren weiblich. Andere Studiengänge zeigen ein ähnliches Bild. In den Kultur- oder Geisteswissenschaften dagegen gibt es immer noch mehr Frauen als Männer.
Welche Initiativen gibt es?
Zahlreiche. Seit vielen Jahren finden zum Beispiel die so genannten Girls’ Days statt, bei denen Mädchen einen Tag nicht zur Schule gehen, sondern technische Berufe kennenlernen. Sie begleiten dann zum Beispiel einen Facharbeiter einen Tag lang bei der Arbeit. Daneben gibt es zahlreiche Stiftungen, die Experimentiertage für Schülerinnen und auch Schüler anbieten, um die Begeisterung für Chemie, Physik oder Biologie zu wecken.
Was können Schulen tun?
Viel. Die Südschule in Düren zum Beispiel – eine Grundschule - hat eine Experimentierwoche zum Thema Wasser ins Leben gerufen, die sich nur an die Mädchen aus den unterschiedlichen Jahrgangsstufen richtete. Die Mädchen durften selbst viel experimentieren. Sie haben zum Beispiel gelernt, wie Schmutzwasser gesäubert wird und haben den Sauerstoffgehalt des Wassers gemessen. Unterstützung bekamen sie dabei von einem echten Uni-Dozenten, den die Schule eingeladen hat. Für ihr Engagement wurde die Schule vom NRW-Schulministerium mit einem Preis ausgezeichnet.
Wo bekommen Interessierte Unterstützung?
Die Stiftung „Partner für Schule“ hat in den vergangenen Jahren das Projekt „Mädchen wählen Technik“ angeboten, das allerdings in diesem Jahr ausläuft. Auf der Internetseite können interessierte Lehrer aber noch Materialien und Praxisbeispiele finden. Es empfiehlt sich auch, auf den Internetseiten von Stiftungen nachzuschauen, die sich für die Förderung von Schülerinnen und Schülern in MINT-Fächern engagieren. Hinweise auf aktuelle Schulprojekte gibt es auch immer beim NRW-Schulministerium.
Autor/in:
Britta Mersch
Redaktion:
Angelika Böhrke





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