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Gestern wurden die zwei Familien vorgestellt, die in dieser Woche den Klimasprint auf WDR 5 bestreiten. Klimasprint heißt: Beide Familien versuchen in einer Woche so viel Energie wie nur möglich einzusparen - dass das nicht ganz ohne Komfortverlust geschehen kann ist klar. Unsere Reporterin Katja Nellissen begleitet für Leonardo den Sprint der beiden Familien.
Heute: Etappe 1 - Der Start
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Hantavirus - das klingt exotisch. Tatsächlich hat der Erreger seinen Namen von einem Fluss in Korea. Dort bekamen in den 50er Jahren UN-Soldaten schwere Infektionen, die im Endstadium zu Nierenversagen führten. Auslöser waren besagte Viren. Inzwischen weiß man, diese Erreger sind nicht exotisch - sie sind weltweit verbreitet. Auch bei uns.
Die Rötelmaus als Übeltäter
Rötelmäuse (rotbraunes Rückenfell) leben bevorzugt in Laubwäldern oder in deren Nähe. Sie übertragen das Hantavirus. Der Erreger wird vor allem über den Speichel und über den Kot der Tiere an den Menschen weitergegeben. Die Viren werden in der Regel über den Staub eingeatmet.
Grippeähnliche Symptome
Wer die Viren einatmet, kann grippeähnliche Symptome bekommen. In den meisten Fällen bleibt es bei Fieber- und Gliederschmerzen. Kommen Sehstörungen und Rückenschmerzen hinzu, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn dann handelt es sich möglicherweise um eine schwere Infektion, die lebensbedrohlich werden kann. Ein Nierenversagen droht. Eine sichere Diagnose ermöglichen Blutuntersuchungen. Gegen das Hantavirus gibt es keine Impfung. Die Krankheit ist gut behandelbar und heilt ohne Spätfolgen ab, wenn man rechtzeitig etwas unternimmt. Wer einmal eine Hantavirus Infektion hatte, ist danach immun.
Einer Infektion vorbeugen
Die Viren kann man überall dort einatmen, wo Rötelmäuse leben. Und das ist vor allem in Laubwäldern oder in deren Nähe der Fall. Das heißt, anstecken kann man sich bei so gut wie allen Freizeitaktivitäten im Grünen. Hier gibt es keinen Schutz vor einer möglichen Infektion. Aber Rötelmäuse fühlen sich auch in leer stehenden oder wenig genutzten Räumen wohl. Besonders wenn es kälter wird, machen es sich die Nagetiere in Speichern, Kellern und Gartenlauben gemütlich. Wer dort herum räumt und Mäuseköttel sieht, sollte aufpassen - möglichst wenig Staub aufwirbeln, ordentlich lüften und feucht saubermachen. Auf keinen Fall sollte man mit dem Staubsauger arbeiten. In besonders staubigen Abstellräumen kann ein zusätzlicher Mundschutz sinnvoll sein. Auch bei toten Rötelmäusen ist Vorsicht geboten. Einen Mäusekadaver sollte man mit einem Desinfektionsmittel oder mit Wasser besprühen, in eine Plastiktüte packen und im Hausmüll entsorgen. Außerdem: Handschuhe anziehen!
Milde Winter - viele Mäuse
Hantavirus-Infektionen sind meldepflichtig. Die Statistik zeigt: von Jahr zu Jahr schwankt die Zahl der Erkrankungen bundesweit erheblich. Das hängt mit der Zahl der infizierten Mäuse zusammen. Die scheint in diesem Jahr besonders hoch zu sein. Nach dem warmen Winter 2006/2007 gibt es offenbar sehr viele Rötelmäuse und die haben viele Menschen angesteckt. Über 1500 Infektionen wurden bisher bundesweit gemeldet. Im vergangenen Jahr waren es nur rund 70 Erkrankungen. Die Infektionsschwerpunkte liegen in Süddeutschland.
Autor/in:
Sigrid Müller
Redaktion:
Monika Kunze




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