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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 04.03.2010, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Musiksoftware auf einem Computer wird von zwei Musikern genutzt; Rechte: picture alliance/dpa

 Professionell, auch zu Hause

Service Computer: Das Radio-Studio im Wohnzimmer

Mit dem Siegeszug der PCs und ihren immer schnelleren Prozessoren wachsen auch die Möglichkeiten von Musikern, Bands und Podcastern, professionelle Aufnahmen "im Wohnzimmer" aufzunehmen und zu produzieren. Jeder handelsübliche PC bietet mittlerweile genügend Rechenpower, um Audioaufnahmen hochqualitativ zu mixen und mit unzähligen Digitaleffekten zu bearbeiten, sie zu verfremden und zu verfeinern. Und sogar die Produktion von eigenen Podcasts ist damit schnell und einfach möglich.
 

Die Produktion

Mit dem Siegeszug der PCs und ihren immer schnelleren Prozessoren wachsen auch die Möglichkeiten von Musikern, Bands und Podcastern, professionelle Aufnahmen „im Wohnzimmer“ aufzunehmen und zu produzieren. Jeder handelsübliche PC bietet mittlerweile genügend Rechenpower, um Audioaufnahmen hochqualitativ zu mixen und mit unzähligen Digitaleffekten zu bearbeiten, sie zu verfremden und zu verfeinern. Software Plug-Ins haben die Funktionen von Hardware-Equalizern, -Kompressoren, -Delay- und -Halleffektgeräten übernommen. Mit einem Mausklick werden komplexe Bearbeitungen durchgeführt.

Die Technik

Die technische Ausrüstung und die eingesetzte Software müssen sich immer an dem angestrebten Zweck orientieren. Denn die Produktion für ein Internetradio setzt andere Geräte voraus als die Arbeit an einem Beitrag für ein klassisches Radio oder die Zusammenstellung von Musikstücken. Für die Herstellung eines Podcasts reichen ein gutes Mikrofon, eine Soundkarte aktueller Bauweise und ein moderner Rechner aus. Wichtig ist, dass alles gut zusammenpasst und man dann noch eine ruhige Ecke für die Aufnahme findet. Die Aufnahme funktioniert dann optimal, wenn alle Elemente der Kette gut aufeinander abgestimmt sind. Es hilft nicht, nur ein hochwertiges Mikrofon einzusetzen, wenn der Rest der Technik nicht mithalten kann. Beim Versandhandel im Internet bekommt man für unter 100 Euro bereits Studiomikrofone mit Großmembran-Technik und Nierencharakteristik. Helfen kann auch ein „Popschutz“, der vor das Mikrofon geklemmt wird und gegen tieffrequente Schallanteile wirkt. Wer dann noch mit akustischen Elementen wie Dämmmatten eine Ecke im Wohnzimmer abteilt, der kann passable Aufnahmen produzieren. Eine Schallschutzplatte ist schon für ein paar Euro zu haben. Wird sie hinter dem Mikrofon aufgestellt, dann kommt der Schall nicht sofort zurück und man vermindert den Raumhall.

Die Software

Für die Aufnahme im Rechner ist noch die entsprechende Software nötig. Hier kann das Material geschnitten und bearbeitet werden. Die Software übernimmt dabei die Funktionen von Equalizern, Kompressoren, Delay- und Halleffektgeräten. Es gibt in der Regel auch einen Mixer, um mit mehreren Tonspuren zu arbeiten. Für den Anfang reichen kostenlose Programme wie „Audacity“ vollkommen aus. Der Audioeditor kann bereits auf beliebig vielen Spuren Audiodateien mischen und bearbeiten. Professionelle Anwendungen bieten mehr Möglichkeiten, und hier kann auch eine Musikproduktion bearbeitet werden. Das Programm läuft unter Windows, Linux und Mac OS. Wer von seinen Anwendungen mehr erwartet und vielleicht eine Master-CD für eine Musikproduktion erstellen will, der muss etwas Geld in die Hand nehmen. Von den Herstellern Magix und Steinberg gibt es Einsteigerlösungen zwischen 50 und 100 Euro, die von der Komposition mit MIDI bis hin zum finalen Stereo-Mix alles bieten, was das Musikerherz benötigt. Dazu gehören auch Editierfunktionen in Echtzeit und die nicht-destruktive Bearbeitung. Wem das immer noch nicht reicht, bekommt auch professionelle Anwendungen, die weitere Anwendungen beinhalten.

Fazit 

Moderne Computer bieten bereits alles, was man für eine Audioproduktion benötigt und das auch zu kleinen Preisen. Der Anfänger ist gut beraten, mit einem preisgünstigen Mikrofon und kostenloser Software erste Versuche zu machen, bevor mehr Geld in die Anschaffung von Technik und Software gesteckt wird. Wer dann noch mit akustischen Elementen und Dämmmatten eine Ecke im Wohnzimmer abteilt, der kann hochwertige Aufnahmen produzieren. Wer Musik zur Vertonung einsetzen will, der sollte allerdings auf die Lizenzrechte der GEMA achten. Denn auch für den privaten und nicht kommerziellen Gebrauch zum Beispiel auf einer Internetseite sind Lizenzabgaben zu zahlen. Es gibt aber mittlerweile auch immer mehr Musik, die man ohne Probleme einsetzen darf.

Autor/in:

Michael Voregger

Redaktion:

Joachim Hecker

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