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Die Zeichnung "Der Mensch" von Leonardo da Vinci auf einem gelben Farbklima (Rechte: WDR)
Sendung vom 03.02.2010, 16:05 bis 17:00 Uhr
Bild: Ausschnitt Tastatur und Telefonhörer (Collage); Rechte: mauritius images

 Wie funktioniert's am besten?

Service Computer: Telefonieren übers Internet

Moderation: Martin Winkelheide

Wer weltweit kostenlos telefonieren will, wer beim Telefonieren seinen Gesprächspartner auch sehen will, wer beim Gespräch auch Links zu Webseiten oder Dateien übermitteln will, der sollte einmal ein Programm zur Internettelefonie ausprobieren

Software

Es gibt verschiedene Programme, die das kostenlose Telefonieren über das Internet ermöglichen. Das in Deutschland am weitesten verbreitete und bekannteste heißt „Skype“. Alternativen sind für Windows der „Live Messenger“ und für Mac OS X das Programm „iChat“. Alle Programme arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Sie verbinden zwei Computer so miteinander, dass die jeweiligen Nutzer miteinander sprechen, sich Text-Nachrichten und Dateien schicken und per Videotelefonie auch sehen können. Die beiden Gesprächsteilnehmer müssen allerdings das gleiche Programm verwenden.

Telefonieren mit "Skype"

Die Funktionsweise eines Programms wie „Skype“ lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen: Anna aus Deutschland will ihren Bruder Paul anrufen, der zurzeit in Spanien studiert. Sie schaltet ihren Computer an, verbindet sich mit dem Internet und startet „Skype“. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Paul sitzt zufällig gerade an seinem Computer und hat „Skype“ geöffnet – er ist „online“. Das sieht Anna in Deutschland und weiß daher, dass sie Paul jetzt anrufen kann. Die zweite Möglichkeit: Sie telefoniert mit Paul kurz über das Festnetztelefon und verabredet sich mit ihm, über „Skype“ zu telefonieren.

Vorteile der Internet-Telefonie

Das Telefonieren mit „Skype“ und anderen Programmen ist an sich komplett kostenlos – nur für die Internetverbindung können Kosten anfallen. Bei Internetanschlüssen sind in Deutschland jedoch mittlerweile Pauschaltarife, so genannte Flatrates, weit verbreitet. Bei einer Abrechnung nach Zeit oder Daten muss für die Internet-Verbindung nach Verbrauch gezahlt werden. Meistens ist das jedoch billiger als ein Ferngespräch über das Festnetz kosten würde. Neben dem Telefonieren bieten Programme wie „Skype“ weitere Möglichkeiten der Kommunikation: Die Gesprächsteilnehmer können sich sehen, wenn die Videofunktion genutzt wird. Sie können sich Dateien wie Bilder, Dokumente oder Musikdateien schicken. Und sie können mit mehreren Personen gleichzeitig sprechen.

Hardware

Neben der Software benötigt man für das Telefonieren über das Internet einige zusätzliche Geräte: Ein Mikrofon und ein Kopfhörer oder Lautsprecher-Boxen müssen an den Internet-Computer angeschlossen sein. Wer auch die Videofunktion nutzen will, braucht zusätzlich eine Webcam. Bei vielen neueren Notebooks sind Webcam und Mikrofon allerdings schon eingebaut. Für Desktop-PCs bieten sich ein Headset (Kombination aus Mikrofon und Kopfhörer) oder eine Webcam mit eingebautem Mikrofon plus Lautsprecher an. Als Alternative bieten sich Internetcafés an: Viele haben die nötige Ausstattung parat und die Nutzung kostet weniger als einen Euro pro Stunde.

Kritik an „Skype“

Beim Telefonieren über das Internet ist Skype die am meisten genutzte Lösung. Es ist allerdings nicht unumstritten, weil nicht transparent ist, was genau mit den Daten passiert, die per Skype übermittelt werden. Probleme mit dem Datenschutz sind im privaten Bereich zwar noch nicht bekannt geworden, Unternehmen nutzen für Internet-Telefonie, Textnachrichten und Videokonferenzen jedoch andere Programme.

Autor/in:

Konstantin Zurawski

Redaktion:

Joachim Hecker

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