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Vom Abenteuer zur Arbeit Meistens fängt die Suche nach einem Praktikumsplatz im Ausland mit ein bisschen Abenteuerlust und Fernweh an. Mal raus aus dem Unialltag. Ein paar Monate in einem anderen Land leben, aber nicht wie ein Tourist, sondern sich in die Arbeitswelt unter die Einheimischen mischen. Und dabei gleichzeitig noch ein paar wertvolle Erfahrung und Referenzen für die zukünftige Jobsuche sammeln. Argumente für ein Auslandspraktikum gibt es genug, genauso zahlreich aber häufig verschlungen sind die Wege dorthin.
Wie finde ich einen Praktikumsplatz
Elfride Thron von der Universität Ilmenau berät Studierende, die ins Ausland wollen: „Ich sage denen immer, versucht alles, was nach Erfolg riecht, sprecht eure Professoren an, die haben Auslandskontakte, schreibt euch interessante Firmen auf, die ihr in Fachzeitschriften findet, reagiert auf Angebote, fragt Kommilitonen.“ Den Königsweg zu einem Praktikumsplatz ins Ausland gibt es nicht. Auf dem freien Markt tummeln sich viele Vermittlungsorganisationen, Stipendiums-Programme und Informationsstellen. Auch private Vermittler helfen bei der Vorbereitung und Organisation, verlangen aber Gebühren für ihre Leistung. Wer das in Anspruch nimmt, sollte unbedingt klären, was man dafür erhält und was es kostet.
Wege ins Ausland
Der Arbeitskreis „Wege ins Ausland“ hat ein paar nützliche Tipps für Auslandspraktika zusammen gestellt. In ihrer Broschüre listen sie zahlreiche deutsche Organisationen, Firmen und Vereine auf, an die sich Studierende wenden können. So erfährt man, dass der Deutsche Akademische Austauschdienst sowohl finanziell fördert als auch Praktikumsprogramme unterstützt. Weiterhin bekommt man die Information, dass zum Beispiel die Leistungen von ERAMSUS-Praktika an deutschen Universitäten anerkannt werden und ein paar Seiten weiter findet man Programme, die Länderbezogen vermitteln. Alles in allem kann man sich in der Broschüre einen guten Überblick über Möglichkeiten verschaffen und findet auch Links zu weiterführenden Seiten.
Auf die richtige Vorbereitung kommt es an
Eine Praktikumsstelle zu finden ist eine Sache, eine andere vor Ort auch gut betreut zu werden. Wichtig ist, schon im Vorfeld jemanden auszumachen, der das Praktikum betreut, sagt Elfriede Thron von der Uni Ilmenau. Die meisten Schwierigkeiten seien auf mangelnde Kommunikation zurückzuführen. Gibt es eine Person, die den Überblick hat und Ansprechpartner ist, lassen sich viele Probleme lösen. Elfride Thron rät auch dazu, alle Vereinbarungen schriftlich und in Vertragsform zu treffen. Es muss klare Absprachen geben, was die konkrete Arbeitsaufgabe ist, was man verdient und es muss festgelegt werden, wer die Praktikumsbescheinigung und das Zeugnis schreibt. Denn in den meisten Fällen werden Zuschüsse nur dann gezahlt, wenn es auch zum Abschluss eine schriftliche Bestätigung gibt. Wer sicher gehen will, dass er an alles denkt, ruft im Internet den Qualitätscheck Auslandspraktikum auf. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst hat diesen zusammen mit anderen Weiterbildungsorganisationen entwickelt, um jungen Menschen bei ihrer Suche eine Orientierung zu geben. In zehn Punkte werden die wichtigsten Fragen abgehandelt.
Autor/in:
Cathrin Leopold
Redaktion:
Angelika Böhrke





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