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Das scheint auf den ersten Blick unlogisch zu sein, stimmt aber und hat seinen Grund in der Physik. Der so genannte Sinnersche Kreis macht’s möglich; ein Wirkungsmechanismus, der bei allen Reinigungsvorgängen eine wichtige Rolle spielt: Beim Wäschewaschen, aber auch in der Spülmaschine, geht es um vier Faktoren: Das Waschmittel, die Mechanik der Maschine, die Temperatur der Waschlauge und die Dauer. Wie Stellschrauben hängen sie voneinander ab: Wird an der einen gedreht, betrifft das auch alle anderen.
Waschmaschinen: heute und vor zehn Jahren
Die Waschmittel sind zum Beispiel wesentlich besser geworden als sie es noch vor zehn Jahren waren. Der entscheidende Faktor sind hier die Enzyme. Sie schaffen es mit Hilfe von Bakterien sogar Eiweißverbindungen abzubauen: Flecken von Blut und Bratensoße sind dann kein Problem mehr. Durch die Enzyme und die weiterentwickelten Tenside, also die Seifenlauge, wird die Wäsche mittlerweile auch bei niedrigeren Temperaturen sauber. Sie muss aber länger in der Lauge bleiben, damit die Enzyme ihre Wirkung entfalten können. Die Mechanik der Maschinen hat sich insofern verändert, als die Trommel nun wesentlich vielfältiger eingesetzt wird als früher: In die eine Richtung hat sie zum Beispiel Noppen, die die Wäsche mitnehmen, in die andere dreht sie sich im Schonwaschgang und schaukelt die Wäsche lediglich ein bisschen hin und her. Zahlreiche Sensoren sorgen dafür, dass Wasserzufluss, die Beladung der Trommel und der Verschmutzungsgrad des Wassers gemessen werden können.
Kurz heißt nicht immer sparsam
Seit diesem Jahr sind EU-Energie-Label verpflichtend. Auf dem neuen Energielabel wird nicht mehr der Wasser- und Stromverbrauch für eine einzelne Wäsche ausgewiesen, sondern der Jahresverbrauch für einen Mix aus Buntwaschprogrammen bei 40 und 60 Grad und auch für unterschiedliche Beladungen. Das kommt der Realität näher, weil man nicht immer die ganze Maschine voll hat und auch nicht immer das Energiesparprogramm nimmt.
Etwas schildbürgerlich
Auf dem neuen Label stehen - wie auf dem alten – die Kategorien A bis D. Was die meisten Verbraucher allerdings nicht wissen, ist, dass die Geräte der Kategorien B bis D gar nicht mehr auf dem Markt sind. Die Skala wurde nach oben hin erweitert, so dass es jetzt A bis A+++ gibt. Wer also ein Gerät mit A-Label kauft, hat eins der schlechtesten auf dem Markt. Die Einsparungen eines A+++-Gerätes liegt im Vergleich zu einem mit purer A-Kennzeichnung bei etwa 30 Prozent. Weil nun aber nach oben hin kein Platz mehr auf der Skala ist, planen die Hersteller für 2015 eine Re-Skalierung.
Autor/in:
Marion Theisen
Redaktion:
Martin Gent






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