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Service Mobil: Kleine Strecke - große Kosten
Brötchen holen mit dem Auto kommt teuer zu stehen
Moderation: Franz-Josef Hansel
Zum Einkaufen beim Bäcker oder im Supermarkt, die Kinder zu Freunden bringen und wieder abholen – gerne nehmen wir auch für kleine Wege das Auto. Statistisch gesehen ist die Hälfte aller Autofahrten kürzer als 3 ½ Kilometer. Aber gerade da wird das Auto zum wahren Spritfresser. Umgerechnet 20 l / 100 km sind keine Seltenheit.
Motoren mögen's heiß
Ein kalter Motor braucht mehr Kraftstoff um die erforderliche Leistung zu bringen. Zudem ist das Motoröl bei niedrigen Temperaturen dickflüssiger und kann den Motor nicht ausreichend schützen. Dadurch kommt es zu einem erhöhten Verschließ. Erst nach 4 bis 5 Kilometern haben Motor und Öl die optimale Betriebstemperatur erreicht. Bei Dieselfahrzeugen kommt noch ein weiterer Nachteil hinzu: Weil auf der Kurzstrecke die Temperatur im Russpartikelfilter nicht hoch genug wird, um die zurückgehaltenen Russteilchen zu verbrennen, verstopft der Filter schnell.
Eine Strapaze für Umwelt und Geldbeutel
Wer viele Kurzstrecken fährt, muss öfter tanken. Das ist nicht nur teuer. Die erhöhten Abgasmengen belasten die Umwelt und das Klima zusätzlich. Wer nur eine der täglich anfallenden Kurzstrecken einspart, hat am Ende eines Jahres nicht nur die Umwelt mit etwa 1000 kg CO2 weniger belastet, sondern auch noch rund 200 Euro mehr im Portmonee.
Tipps für den kurzen Weg
Selbstverständlich ist es am besten, man lässt das Auto stehen und macht den Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Aber auch mit ein wenig Planung lässt sich die eine oder andere Kurzstrecke vermeiden. Müssen die Kinder, beispielsweise zum Kindergarten oder in die Schule, mit dem Auto gebracht werden, dann kann man versuchen, mit anderen Eltern Fahrgemeinschaften zu bilden.
Oft lassen sich mehrere Fahrten miteinander kombinieren: Die Kinder zum Sport bringen und danach in der Nähe einkaufen. Und dann nicht lange herumkurven, um einen Parkplatz ganz nahebei zu finden. Lieber ein Stückchen weiter weg parken und zu Fuß gehen. Auch das spart Sprit.
Sprit sparen beim Fahren
Gerade auf Kurzstrecken lohnt es sich, auf eine spritsparende Fahrweise zu achten. Dazu gehört: Früh hochschalten, vorausschauend fahren und mit dem Verkehr mitschwimmen“. So kann man 20 bis 25 Prozent an Kraftstoff einsparen. Im Winter hat es der Motor auf der Kurzstrecke besonders schwer. Trotzdem ist es falsch, den Motor im Stand „warm laufen“ zu lassen. Das ist reine Spritverschwendung und eine Lärmbelästigung, die als Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Wer auch auf kurzen Fahrten in einem kuschelig warmen Auto sitzen möchte, für den rechnet sich der Einbau einer Standheizung. Moderne Systeme verbrauchen etwa 0,3 l Kraftstoff pro Stunde. Dafür ist der Motor beim Losfahren bereits vorgewärmt und es erübrigt sich das Einschalten der Scheibenheizung, des Gebläses oder gar einer Sitzheizung.
Autor/in:
Octavia Verbücheln
Redaktion:
Detlef Reepen









