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Die Wintermonate sind für unsere Autos eine strapaziöse Zeit. Nicht nur die Kälte setzt ihnen zu, auch Eis, Schneematsch und ganz besonders das Streusalz schaden Lack und Karosserie. Auch wenn es scheint, dass es sich kaum lohnt, den Wagen zu waschen, weil er schon nach kurzer Zeit wieder schmutzig ist – eine Autowäsche tut gerade im Winter gut.
Nicht ohne Vorwäsche
Das einfachste Waschprogramm reicht allerdings jetzt nicht aus. Eine Vorwäsche ist unbedingt nötig, um den groben Schmutz gründlich zu entfernen, damit Matsch und Salz nicht wie Schmirgelpapier auf dem Lack reiben, wenn die rotierenden Walzen in den Waschanlagen über den Wagen gehen. Auf das abschließende „Trocken-Föhnen“ sollte man vor allem bei Minustemperaturen nicht verzichten, sonst kann es sein, dass der Wagen gleich vereist. Trotzdem gibt es einige Stellen, auf die man besonders Acht geben sollte.
Schlösser und Gummidichtungen
Gegen das Einfrieren der Türschlösser helfen einige Tropfen Graphitöl. Oder man klebt sie vorsorglich mit einem Streifen Isolierband ab. Die Gummidichtungen an den Türen sollte man mit einem Pflegemittel aus Hirschtalg einfetten. Das beugt nicht nur dem Anfrieren vor, sondern verhindert auch, dass das Gummi vorzeitig spröde wird.
Waschanlagen: sanft und sauber?
Knapp 70 Prozent der Deutschen nutzen regelmäßig eine der 20.000 automatischen Waschanlagen. Und die meisten sind - laut einer unabhängigen Umfrage - zufrieden damit. Bemängelt wurde allerdings, dass bestimmte Teile, wie beispielsweise die Felgen, nicht immer richtig sauber werden. Beschädigungen am Fahrzeug hatten nur 5 Prozent zu beklagen. Häufig handelte es sich dabei um Kratzer im Lack. Deshalb rät der ADAC, auf die Art der Reinigungswalzen zu achten. Ältere Anlagen arbeiten noch mit rotierenden Bürsten aus Kunststoff-Fäden. Die können jedoch ihre Spuren auf dem Lack hinterlassen. Schonender sind Kunststofflappen, so genanntes „Textil“, und noch sanfter ist Schaumstoff oder ganz neu: Moosgummi.
Handwäsche
Manche schwören darauf, dass die Handwäsche das Beste für das Auto sei. Aber das gilt nicht uneingeschränkt. Weil meistens weniger Wasser zum Einsatz kommt, besteht bei der Handwäsche ganz besonders die Gefahr, dass Schmutzpartikel mit dem Schwamm über den Lack gerieben werden und Kratzer hinterlassen. Auch hier ist eine gründliche Vorwäsche mit reichlich Wasser wichtig. Sinnvoll ist eine Handwäsche bei solchen Fahrzeugen, die keine Standardmaße haben, also beispielsweise Aufbauten oder Spoiler besitzen. Das führt nämlich häufig zu Problemen in den Waschstrassen. Zwar ist das Autowaschen vor der eigenen Haustür aus Umweltschutzgründen in den meisten Gemeinden verboten, aber es gibt andere Möglichkeiten: Viele kleinere Betriebe, die sich auf Fahrzeugaufbereitung spezialisiert haben, bieten recht preiswert eine Handwäsche an. Oder man wäscht sein Auto eigenhändig in so genannten „Waschboxen“. Dort wählt man an einem Automaten zunächst das gewünschte Programm aus und kann dann loslegen: Hochdruckvorwäsche, Schaumwäsche, Klarspülen, ja sogar eine Heißwachsbehandlung ist in manchen Anlagen möglich.
Bei minus 7 Grad ist Schluss
Es gibt eigentlich nur eine Ausrede, im Winter mit einem schmutzigen Fahrzeug herumzufahren: Und das ist „sibirische Kälte“. Die meisten Waschanlagen schließen bei Temperaturen unter minus 7 Grad, und auch eine Handwäsche ist dann nicht mehr sinnvoll. Was man allerdings immer sauber halten sollte, sind Scheinwerfer, Rücklichter und alle Scheiben, außen wie innen. Denn nie ist „Sehen und Gesehen werden“ wichtiger als in der dunklen Winterzeit.
Autor/in:
Octavia Verbücheln
Redaktion:
Detlef Reepen









