Waldforscher

Leonardo unterwegs

Vorsicht, Insekt im Ohr!

Leonardo unterwegs - Borneos Waldforscher

Von Alexandra Hostert

Ein Leben in der Wildnis? Warum nicht? Viele Wissenschaftler jedenfalls verbringen Monate im Wald, um den Geheimnissen von Pflanzen und Tieren auf die Spur zu kommen. Was die Forscher dabei erleben, erzählen sie hier.


Dr. Carsten Brühl, Ameisenforscher aus Landau; Rechte: WDR, Carsten Brühl
Forscher ohne Berührungsängste

Über 40 Ameisen-Arten in einem Quadratmeter Regenwald-Boden

"Das Schönste ist, dass man jeden Morgen etwas anderes sieht." Carsten Brühl mag seinen Beruf sehr. Der Mann aus Landau hockt viele Stunden im Dschungel, um Ameisen zu erforschen. In einem Quadratmeter Regenwald-Boden hat er mitunter über 40 Ameisen-Arten entdeckt. "Das ist schon erstaunlich, denn das ist etwa ein Drittel von dem, was in ganz Deutschland an Ameisen-Arten lebt." Und manchmal bekommt Carsten Brühl auch Besuch von beeindruckend großen Käfern.


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Dr. Carsten Brühl, Ameisenforscher aus Landau


Unding Yami, Forschungsassistent aus Sabah, Malaysia: WDR, Unding Yami
In schwindelnder Höhe unterwegs

"Wenn du eine Schlange oder Wespe siehst, kletterst du besser runter"

Durch Baumkronen klettern? 20 oder 30 Meter über dem Boden schlafen? Unding Yami findet so etwas ganz normal. ‚Baumklettern’ ist schließlich sein Spezialgebiet. Unding Yami aus Sabah in Malaysia arbeitet im Forschungszentrum Danum Valley als Forschungsassistent. Er hilft Wissenschaftlern aus aller Welt, die in dieses Camp kommen und in den Baumkronen Affen, Ameisen und andere Tiere untersuchen.


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Unding Yami, Forschungsassistent aus Sabah, Malaysia


Dr. Philippe Saner, Biologe aus der Schweiz; Rechte: WDR, Karin Saner
Philippe Saner im Regenwald

Blutegel auf der Haut,
Ungeziefer in Nase und Ohren

Kein Handy und kein Internet. Dafür viel Zeit mit neuen Freunden. "Das Leben im Regenwald hat mich verändert", sagt Philippe Saner. "Die soziale Bindung der Leute, die im Regenwald arbeiten, ist sehr stark." Der Schweizer Biologe untersucht Bäume, ist aber auch Elefanten und Orang-Utans begegnet.


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Dr. Philippe Saner, Biologe aus der Schweiz (I)


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Dr. Philippe Saner, Biologe aus der Schweiz (II)



Dr. Petra Kretzschmar, Nashornforscherin aus Berlin: WDR, Petra Kretzschmar
Zu den Nashörnern ins Gehege

"Auf den Kameralinsen wachsen Pilze, weil es so feucht ist"

Den kleinen Sabah-Nashörnern kommt Verhaltensökologin Dr. Petra Kretzschmar aus Berlin manchmal ganz nah – wenn sie zu ihnen ins Gehege geht. Die Wissenschaftlerin will aber auch herausfinden, wie viele dieser stark bedrohten Tiere es noch in freier Wildbahn gibt - und geht dann für einige Tage in den Regenwald. Dort stellt sie Fotofallen auf, was im Dickicht des Regenwaldes nicht immer einfach ist. "Das Hauptproblem ist aber die Feuchtigkeit", sagt sie. Dennoch ziehe man am nächsten Tag wieder seine feuchten Sachen an, zum Trocknen bleibe keine Zeit.


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Dr. Petra Kretzschmar, Nashornforscherin aus Berlin


Simone Nägeli, Volonatärin aus der Schweiz; Rechte: WDR, Simone Nägili
So schön hier wie im Film?

"Das war ein Kindheitstraum von mir" 

Ist der Regenwald in Wirklichkeit so schön wie im Film? Das wollte Simone Nägeli wissen. Deshalb hat sie freiwillig bei einem Forschungsprojekt der Universität Zürich im Tieflandregenwald von Borneo assistiert. "Im Film sieht man nie, wie heiß es wirklich ist, wie man schwitzt."  Simone Nägeli  hat Insekten gefangen und analysiert – und sich viele Gedanken darüber gemacht, wie es mit dem Wald auf Borneo weitergeht.


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Simone Nägeli, Volontärin aus der Schweiz


Stand: 18.10.11






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