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Er sah sich als Hamlet und Faust auf der Bühne, beifallumtost. Warum, fragt er sich heute, hat er damals nicht wenigstens den Versuch gemacht, Schauspieler zu werden? Stattdessen Jurist, langweiliger Beruf. - Das Studium der Archäologie hat Friederike K. abgeschlossen, auch Grabungen hat sie mitgemacht. Dann: große Liebe, ganz schnell drei Kinder und aus der Traum. - Alex P. träumt heute noch davon, wie toll es gewesen wäre, wenn er den Pilotenschein geschafft hätte. Verlorene Träume hat vielleicht jede und jeder. Sie kommen wieder hoch, wenn der Lebenslauf nicht geglückt scheint; sie schmerzen, wenn wir damit hadern. Wunsch und Wirklichkeit gegeneinander abgewogen - mehr großes Bedauern oder "doch nicht alles so schlecht"? Ein Weg, die Lebensbilanz zu erden?
Autor/in:
Ute Naumann
Redaktion:
Ingrid König






