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Eine Mutter mit Säugling, Grosseltern mit Enkel (Rechte: WDR)
Sendung vom 10.01.2010, 22:35 bis 23:05 Uhr
Sufismus - tanzende Derwische

 Sufismus - tanzende Derwische

Den Kosmos tanzen

Die drehenden Derwische von Konya

Die Stadt Konya in Zentralanatolien gilt vielen Türken als eine Art Wallfahrtsort. Denn hier ist der islamische Mystiker Mevlana Jelal ad-Din Rumi beerdigt. Der Sufimeister aus dem 13. Jahrhundert gründete den weltbekannten Orden der drehenden Derwische, dessen Mitglieder noch heute den „Sema“ tanzen, einen Reigen, der symbolhaft die Ordnung des Kosmos darstellt. Der Mevlevi-Derwisch-Orden war über Jahrhunderte hinweg Ausdruck einer friedvollen islamischen Spiritualität und wurde weit über die Grenzen Anatoliens hinaus berühmt. Obwohl die Sufibruderschaft mit der Gründung der Republik Türkei in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verboten wurde, existiert sie bis heute weiter. Mittlerweile dürfen die drehenden Derwische ihr Ritual zwar wieder öffentlich aufführen, doch wird dies offiziell nicht als religiöse Tradition bezeichnet, sondern lediglich als kulturelles Erbe des Landes.  

Produktion des SWR 2010

Autor/in:

Ulrich Pick

Redaktion:

Christina-Maria Purkert

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Lebenszeichen: Den Kosmos tanzen

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