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Nach der berühmten These des Soziologen Max Weber war der Calvinismus die Voraussetzung oder zumindest der Brandbeschleuniger für den Kapitalismus: Ohne Calvin und seine Lehre hätte sich der Kapitalismus nicht so gut in den Mentalitäten der Menschen festsetzen können. Die Vorstellung, dass Gott die einen erwähle und die anderen verwerfe, habe dazu geführt, dass die Menschen strebsam und fleißig wurden, um sicherzustellen, dass sie zu den Erwählten gehörten, so Max Weber.
Stimmt diese These? Eine Spurensuche in Genf, der Stadt, in der Calvin wirkte, soll Aufschluss geben. Vielleicht hat die Theologie Calvins noch anders auf die Menschen gewirkt als von Weber angenommen. Nämlich so: Die Vorstellung, dass alles von Gott gelenkt wird, hat den wirtschaftlichen Erfolg der Genfer und späterer Calvinisten letztlich gerechtfertigt.
Autor/in:
Christoph Fleischmann
Redaktion:
Christina-Maria Purkert
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