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Frau mit ausgebreiteten Armen vor blauem Himmel; Schriftzug "Lebensart" (Rechte: WDR)
Sendung vom 16.11.2009, 15:05 bis 16:00 Uhr
Bild: Fußgänger auf Zebrastreifen; Rechte: dpa

 Zu Fuß!

Gut zu Fuß?

Wie die Verkehrsplaner mit Fußgängern umgehen

„Freie Fahrt für freie Bürger“ – so lautet ein Slogan der Automobil-Lobby, den wohl jeder kennt. Aber „Weg frei für Fußgänger“? Diesen Slogan gibt es nicht einmal! Kein Wunder – denn Fußgänger haben in der Verkehrsplanung einen schweren Stand. Dass sie im Denken der Planer nicht so recht zum Verkehr gehören, verrät schon die Sprache. So gelten Fußgängerzonen zum Beispiel als „verkehrsfrei“. Dabei werden 80 Prozent aller Wege in der Stadt zu Fuß zurückgelegt.

Studiogast Prof. Heiner Monheim, Verkehrswissenschaftler, Geograph und Professor an der Universität Trier

Hörerinnen und Hörer können sich live an der Sendung beteiligen über das kostenlose WDR 5 Hörertelefon 0800/5678-555.

 

Redaktion:

Rainer Marquardt

Hörerinformation

Literaturtip:

Dirk Bräuer, Andreas Schmitz:
Grundlagen der Fußverkehrsplanung
In: Handbuch der kommunalen Verkehrsplanung
Heidelberg 2004
ISBN 3879074003

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Kommentare


Ihre Meinung zu dieser Sendung:

von Simon Mehlich | 16.11.2009 16:01 Es sei "menschlich" zu bummeln, über die Straße zu schlendern und ähnliches? Ich denke, der Vergleich eines erwachsenen Fußgängers mit einem auf der Straße spielendem Kind hinkt erheblich. Die Schlußfolgerung wäre: Warum spielt das Kind auf der Straße? Weil es sich sicher fühlt. Ergo geht der Fußgänger so bedenkenlos durch die Gegend, weil er sich sicher fühlt. Schön für ihn. Aber er gefährdet die anderen Verkehrsteilnehmer. Und dann ist es nur ein Katzensprung zur erwähnten Ellenbogenmentalität von Rad- und Autofahrer, um dem Fußgänger sein Sicherheitsgefühl zu nehmen und ihn so zu mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu zwingen.

Der Fußgänger sollte doch auch ein Bewußtsein für seine Umwelt entwickelt haben, im Gegensatz zum Kind.
Es muss doch nicht erst den "Führerschein für Fußgänger" geben, nur um das Bewußtsein im Straßenverkehr zu schärfen?

Schönen Gruß

S. Mehlich

von Michael Wöste | 16.11.2009 15:48 Fahrradfahrer vom Fußweg auf die Straße fordert Ihr Studiogast:
Als gegen Abgase sehr empfindlicher Mensch nutze ich die Fußwege, halte mich dabei möglichst weit weg von den Diesel- und Benzinstinkern. Ich nutze Schleichwege, die ich meist mit den Fußgängern teile. Hier in Bad Sassendorf, einem Ort mit vielen Rentnern, muss ich selbstverständlich Rücksicht nehmen. Doch die Zahl der Fußgänger lässt sich an einer Hand abzählen, da fast alle mit dem Auto unterwegs sind. Von 22% Fußgängeranteil können wir hier im Ort nur träumen.

viele Grüße
M. Wöste




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