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Am besten ist ein Job fürs Leben - Stimmt das?
WDR 5 LebensArt - Hörer im Gespräch
Moderation: Andreas Lange
Den gleichen Job in der gleichen Firma, ein Arbeitsleben lang. Über viele Generationen war das eine Selbstverständlichkeit. Doch nun jagt die Generation Praktikum von einem befristeten Vertrag zum nächsten, sie muss flexibel und mobil sein. Heute ein Zeitvertrag in Hamburg. Morgen eine Elternzeitvertretung in Köln.
Mobilität durch neue Medien
Die neuen Kommunikationsmittel Internet und Handy machen fast alles möglich. Der moderne Arbeitnehmer ist immer unterwegs, rastlos jagt er der Karriere hinterher. Und schafft es trotzdem nicht, die eigenen Eltern zu überbieten. Denn die hatten im Alter von 30 Jahren oft schon alles erreicht: eigenes Haus, unbefristeten Vertrag, Kinder.
Es geht ihnen gut
Dabei hat es die junge Mittelschicht so gut wie nie: Die heute 30-Jährigen sind die Kinder der reichsten Generation, die es in Deutschland je gab. Das Wort „Not“ kennen sie nur vom Hörensagen. Der Sozialstatus verbessert sich laufend, das verfügbare Einkommen steigt.
Die Chancen sind nicht schlecht
Und auch das Gejammer, dass man nach der Uni keinen Job findet, stimmt so nicht: Eine Studie von 2007 hat ergeben, dass Absolventen nur drei Monate brauchen, um eine Stelle zu finden. Befristete Arbeitsverträge sind ebenfalls nicht neu: Schon 1988 starteten 21 Prozent der Uni-Absolventen mit einem Zeitvertrag in ihr Berufsleben.
Staatsverschuldung, Rentenlast
Andererseits: Wer zu viele Möglichkeiten hat, hat oft auch Schwierigkeiten sich zu entscheiden. Und trotz guter Chancen: Die Staatsverschuldung wächst und auch die Rentenlast steigt immer weiter. Alte Pfeiler der Gesellschaft, die Sicherheit vermittelten, wie zum Beispiel die Religion, fallen mehr und mehr weg.
Die Angst geht um
Kein Wunder also, dass eine ganze Generation verunsichert ist: Sie hat Angst, eigene Entscheidungen zu treffen, Angst davor, sich festzulegen – auf eine Stadt, einen Partner, vielleicht sogar auf ein Kind? Beruflich sollte man möglichst flexibel und mobil bleiben, denn der Leistungsdruck in den Unternehmen steigt.
Selbstgemachter Druck
Vor allem aber hat die Geschwindigkeit der Kommunikation zugenommen. Das Internet und die überall herrschende Erreichbarkeit führen zu einer „Rückversicherungs-Philosophie“: Jedes Detail, jeder Ablauf im Job muss oft mehrfach rückversichert werden. Niemand verlässt sich einfach auf den anderen.
Alles nur schlecht?
Die heutige Vernetzung ist aber nicht nur schlecht. Sie birgt auch viele Chancen: Man kennt mehr Leute, das Networking funktioniert und so lassen sich zum Beispiel neue Jobs schneller finden. Man kann sich schneller verändern als früher und damit auch verbessern. Niemand muss mehr sein Leben lang immer dieselbe Arbeit machen oder in einer Firma bleiben, die ihm nicht gefällt.
Studiogast:
Prof. Dr. Georg Rudinger, emeritierter Professor am Institut für Psychologie der Universität Bonn
Recherche:
Julia Trahms
Redaktion:
Angelika Böhrke & Ruth Schulz
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Kommentare
Playlist Musik
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09:22
Grant Green"Brazil"
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08:54
Peter Fox"Saint Tropez (Haus am See - Instrumental"
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08:43
Jason Mraz"I'm yours"
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08:14
Emiliana Torrini"Jungle drum"
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07:57
Tierra Negra and Muriel Anderson"Nosotros"











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