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Planen ist alles - Wie man den Haushalt am besten organisiert
WDR 5 LebensArt - Hörer im Gespräch
Moderation: Dorothee Dregger
Junge Leute, die zum ersten Mal einen eigenen Haushalt führen, tun sich oft schwer. Viele werden im "Hotel Mama" nicht darauf vorbereitet, selbst zu kochen, zu putzen, Flecken zu entfernen, Wäsche zu waschen, einzukaufen und bei all dem auch noch den Überblick über die Einnahmen und Ausgaben zu behalten. Doch geraten nicht nur Anfänger unter Druck.
Haushalt ist Hauswirtschaft
Einen eigenen Haushalt zu organisieren, erfordert - neben Berufsarbeit oder Studium - in der heutigen Zeit unternehmerisches Denken und Handeln. Ganz gleich, ob man mit dem Partner, allein oder in der WG lebt. Oft meint man, die Zeit liefe einem davon und hofft, die anderen/der andere werde sich kümmern. Ein Trugschluss, denn nur klare Absprachen und genaues Planen ermöglichen einen reibungslosen Ablauf in den eigenen vier Wänden.
Simple Abläufe oder Strukturen helfen
Die Expertin Hildegard Knoch-Will ist Spezialistin für Zeitmanagement. Nach ihrer Meinung ist es das Wichtigste, den Haushalt - auch als Single - gut zu organisieren und die Familien- oder WG-Mitglieder mit festgelegten Zeitplänen in die Haushaltsführung mit einzubeziehen.
Die Haushaltsführung besteht im Wesentlichen:
Aus immer wiederkehrenden Arbeiten: Diese Tätigkeiten erhalten sozusagen den Wohn- und Lebensraum: Putzen, Waschen, Einkaufen, Kochen, Vorkochen, Einfrieren, etc. Diese Arbeiten fallen in regelmäßigem Rhythmus an und müssen immer wieder gemacht werden.
Aus verwalterischen Tätigkeiten: Darunter fällt die Koordinierung der verschiedenen Aktivitäten der Familien- oder WG-Mitglieder. Ebenso müssen auch die bürokratischen Grundlagen der Familie in Ordnung gehalten werden, Finanzen, Miete, Steuern, Nebenkosten ...
Aus den schönen Dingen des Zusammenlebens: Geburtstage, Ausflüge, neue Zimmereinrichtungen, Urlaubsreisen – auch sie wollen geplant, gestaltet und finanziert werden.
Wie man den Haushalt organisiert
Ganz gleich, ob Großfamilie oder Single-Haushalt: für Arbeiten, die zyklisch wiederkehren, empfiehlt es sich, einen rotierenden Plan, einen "Monats- oder Wochenmanager" zu erstellen. Darin wird festgehalten, wer wann für welche Tätigkeiten zuständig ist. Dieser Plan sollte dann gut sichtbar für alle oder für sich selbst angebracht werden.
Speise- und Einkaufspläne
Falls nicht alle überwiegend in Kantinen essen, empfiehlt sich ein mindestens wochenweise festgelegter Essensplan. Man weiß, was man einkaufen muss, das tägliche Nachdenken entfällt - und man kann Kinder – soweit vorhanden - in die Planung mit einbeziehen. Man kann den Plan auch auf vier Wochen festlegen und mit dem Monatsmanager koppeln. Vorkochen und kleine oder mittlere Portionen einzufrieren, hat sich vielfach als hilfreich erwiesen. So muss nicht jeden Tag frisch gekocht werden.
Der Einkaufsleitfaden
Lebensmittel und Verbrauchsgegenstände, die regelmäßig aufgefüllt werden müssen, wie Toilettenpapier, Brot, Gemüse und Obst gehören auf den Einkaufsplan. Man kann nach Geschäften sortierte Listen anlegen, in die man einträgt, was regelmäßig gebraucht wird. Diesen Zettel druckt man mehrfach aus oder kopiert ihn. Wann immer nun auffällt, dass etwas in den Vorräten zu Ende geht, kann man an der entsprechenden Stelle ein Kreuzchen machen, oder man geht, bevor man einkauft, kurz die Vorratsschränke anhand dieser Liste durch und markiert, was fehlt. So vermeidet man auch den Kauf von Lebensmitteln, die nicht gebraucht werden und die dann vor sich hin schimmeln.
Das Haushaltsbuch
Da Haushaltsführung auch mit „Hauswirtschaft“ zu tun hat, empfehlen Experten, zumindest in den ersten sechs Monaten - am besten immer - ein Haushaltsbuch zu führen. Hier werden alle Ausgaben und Einnahmen genau notiert, jeder Zettel, jeder Bon aufgehoben. Nur so kann man einen Überblick gewinnen, wie die Ausgaben im Verhältnis zu den Einnahmen stehen. Neben der Wirtschaftlichkeit – keine Ausgaben für unnötige Dinge – kann man so auch einen guten Überblick über die Wasser-, Strom- und Heizungskosten gewinnen. Dies ist nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus Umweltschutz-Aspekten ein wichtiger Bereich, über den man sich unbedingt Klarheit verschaffen sollte.
Studiogast:
Hildegard Knoch-Will, Imageberaterin, Coach und Dozentin für Zeitmanagement
Recherche:
Renate Naber
Redaktion:
Katrin Paulsen
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Kommentare
Playlist Musik
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09:22
Grant Green"Brazil"
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08:54
Peter Fox"Saint Tropez (Haus am See - Instrumental"
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08:43
Jason Mraz"I'm yours"
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08:14
Emiliana Torrini"Jungle drum"
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07:57
Tierra Negra and Muriel Anderson"Nosotros"











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